Chef einer tollen Mannschaft

Mit "Blumen für die Gattin" verabschiedete der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Nürnberg, Manfred Schwerdtner (von rechts), im Beisein zahlreicher Ehrengäste den scheidenden Amtsgerichtsdirektor Gerhard Maier aus Schwandorf. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
06.02.2015
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Zwei Amberger standen im Mittelpunkt. Gerhard Maier wurde offiziell als Direktor des Schwandorfer Amtsgerichts verabschiedet, Ewald Ebensperger als sein Nachfolger eingeführt. Für beide Juristen ein Schritt auf der Karriereleiter.

Gerhard Maier, bis vor wenigen Jahren Vizepräsident des Landgerichts Amberg und dann Chef des Amtsgerichts Schwandorf, nahm Abschied. Seit Herbst vergangenen Jahres ist er zum Nürnberger Oberlandesgericht (OLG) versetzt und übernahm dort die Position des Vorsitzenden im 12. Zivilsenat. "Eine Aufgabe, die Freude macht", bekannte Maier. Gleichwohl, so fuhr er fort, habe er sich in Schwandorf wohlgefühlt. Auch, weil dort nach seinen Angaben ein denkbar gutes Arbeitsklima herrsche.

Hervorragende Kenntnisse

Die Veranstaltung zum Amtswechsel am Freitag hatte Landgerichtspräsident Dr. Wolfgang Schmalzbauer in der Schwandorfer Feuerwache vor zahlreichen Gästen eröffnet. Der Präsident, der heuer in Pension gehen wird, lobte sowohl Maier als auch dessen Nachfolger Ebensperger. Dabei erinnerte Schmalzbauer daran, dass beide bereits vor ihrer Direktoren-Tätigkeit als Richter in Schwandorf tätig gewesen seien.

Dem OLG-Vizepräsidenten Manfred Schwerdtner blieb es vorbehalten, Gerhard Maier zu verabschieden und Ewald Ebensperger ins Amt einzuführen. "Beide Juristen haben große Gemeinsamkeiten", sagte er. Sowohl der bisherige Direktor als auch sein Nachfolger bekleideten Schmalzbauers Worten zufolge zahlreiche Positionen bei der Justiz, hätten sich durch hervorragende Rechtskenntnisse für den Aufstieg empfohlen. Gerhard Maier sei nun beim Oberlandesgericht als Vorsitzender eines Zivilsenats tätig, Ebensperger habe zuletzt als Vorsitzender Richter eine Zivilkammer beim Landgericht Amberg geführt.

Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller und Landrat Thomas Ebeling sprachen Grußworte. Für Ebeling war das ein besonderer Anlass. Bis vor knapp einem Jahr war er selbst Richter am Amtsgericht Schwandorf gewesen. Nach der Wahl wechselte er auf den Chefsessel im Landratsamt. Auf der Basis seiner Erfahrungen sagte Ebeling: "Die Arbeit der Justiz ist weitaus vielfältiger, als sie von der Öffentlichkeit den Medien entnommen werden kann."

"Eine tolle Mannschaft"

Für Ewald Ebensperger ist es die erste Verwendung als Behördenleiter. Allerdings wusste er aus seiner richterlichen Tätigkeit in Schwandorf: "Hier gibt es eine tolle Mannschaft." Sie müsse eng zusammenhalten, "denn der Personalbestand ist auf Kante genäht." Dabei würden die Fälle komplexer, steige die Konfliktbereitschaft. Das führe zwangsläufig zu mehr Arbeitsaufkommen.

Der Amtswechsel beim AG Schwandorf geriet zu einer Art Generationentreffen der Justiz. Unter den Gästen befanden sich die LG-Präsidenten a. D. Klaus Pfannschmidt, Josef Auernhammer und Klaus Demmel. Gekommen waren auch die ehemaligen Schwandorfer Amtsgerichtsdirektoren Walter Leupold und Harald Riedl sowie der Amberger AG-Chef Ludwig Stich. Neben ihnen sah man die stellvertretenden Direktoren Werner Cermak und Petra Froschauer. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem erst vor wenigen Tagen in sein Amt eingeführten oberpfälzischen Polizeipräsidenten Gerold Mahlmeister. Ein Ensemble des Bayerischen Polizeiorchesters umrahmte den Festakt musikalisch.
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