Chronik vieler Kanu-Abenteuer

Die Lampionfahrten des Kanu-Clubs, wie hier im Jahr 1950, sorgten für einen regelrechten Auflauf auf den Naabbrücken. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
16.09.2015
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Wer schon einmal in den schmalen Booten unterwegs war, der kennt die besondere Faszination des stillen Dahingleitens. Noch mehr Spaß macht es in geselliger Begleitung. Nun hat der Kanu-Club einen besonderen Grund zum Feiern.

Der Kanu-Club-Schwandorf blickt in diesem Jahr auf eine Million gepaddelte Kilometer zurück. Viele unvergessene Erlebnisse mit Freunden und der Familie sind damit verbunden. Besonders für Kinder und Jugendliche waren die Kanu-Jahre eine prägende Zeit und mit einem Hauch Abenteuer verbunden.

Am Hubmann-Wöhrl

Im Jahre 1947 wurde der Kanu-Club-Schwandorf von einer kleinen Schar aus dem Krieg heimgekehrter Wasserfreunde neu belebt. Dank großer Unterstützung durch Josef Deppisch-Hubmann fand der Verein wieder seine Heimat am Hubmann-Wöhrl. 1949 wurde dann richtig durchgestartet, mit Fahrten-Wart und Programm sowie der Mitgliedschaft im bayerischen Dachverband BKV. Seit 1950 sind die Fahrten der Wassersportler im Detail aufgelistet. Was damals unter "Bürsch" Stettner im Fahrtenbuch des Vereins akribisch begann, wurde die Leitlinie für alle weiteren Wanderwarte. Damit war der sportliche Ehrgeiz der Wasserwanderer geweckt, möglichst jedes Jahr das "Wanderabzeichen" (eine Art Sportabzeichen der Kanuten) zu machen oder gar den Vereinspokal für die meist gefahrenen Kilometer im Verein zu erringen. Bald gab es erste Rekorde: 1950 erwarb Manfred Humbs das erste Wanderfahrer-Abzeichen des Vereins mit mehr als den geforderten 800 Kilometern im Boot. 1959 setzte Lothar Walz als 16-jähriger mit 2087 Kilometern Jahresleistung eine weitere Bestmarke. In Zug und Bus, mit Faltbootsäcken und Zelt war dies damals ein Abenteuer.

In wilden Wassern

Auch wenn mancher mehr Spaß an den wilden Wassern statt vieler Kilometer hat, so ergeben sich doch aufgrund der geografischen Lage des "Heimathafens" beinahe automatisch einige Streckenkilometer. Die sorgsam geführten Wanderbücher helfen, die Erinnerung wach zu halten und ein kleiner sportlicher Wettkampf zwischendurch wirkt durchaus belebend. Kanusport ist Familiensport mit einer großen Bandbreite und bietet nicht nur für Individualisten Möglichkeiten.

Acht Wanderwarte in 65 Jahren schrieben die gemeldeten Fahrten des Kanu-Clubs nieder. Die Grenze von einer Million Kilometer ist nun überschritten. Das darf auch gefeiert werden. Das geschieht am Samstag, 12. September, ab 18 Uhr im Sperl-Stadel nahe des Künstlerhauses in Fronberg. Dabei wird ein "Millionensieger" besonders geehrt.
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