CSU-Arbeitskreis sieht noch viele ungelöste Probleme - Klaus Hofbauer weiterhin an der Spitze
Umweltpolitik mit großem Aktionsradius

Unser Land braucht stärker ein qualitatives Wachstum.
Lokales
Schwandorf
04.08.2015
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"Umweltpolitik ist eine Querschnittsaufgabe". Dieser These fühlt sich der CSU-Arbeitskreis "Umweltsicherung und Landesentwicklung" (AKU) in Oberpfalz besonders verpflichtet. Die Bezirksversammlung des AKU wählte im Hotel "Schwefelquelle" die Vorstandschaft neu. Bezirksvorsitzender bleibt MdB a. D. Klaus Hofbauer (Cham).

In seinem Rechenschaftsbericht informierte Hofbauer über die Arbeitsschwerpunkte in der abgelaufenen Periode. Die Bezirksvorstandschaft begrüßte laut eigener Pressemitteilung die Initiative des Bayerischen Heimatministers, ein Entwicklungskonzept für den ostbayerisch-tschechischen Grenzraum zu erarbeiten. Rund 25 Jahre nach Öffnung der Grenze sei es ein guter Zeitpunkt, ein Resümee über die bisherige Zusammenarbeit zu ziehen, manches zu überdenken und neue Akzente zu setzen. Der Arbeitskreis fordert, dass dieses Gutachten kein bürokratisches "Monster" werden darf. Es müsse von den Praktikern gestaltet werden.

In der Zusammenarbeit zwischen Ostbayern und Böhmen konnte laut Hofbauer viel erreicht werden. "In der Mitte Europas muss deshalb eine gemeinsame, bedeutende Europaregion entstehen", meinte er.

"Grünes Band" stärken

Weiter befasste sich der Arbeitskreis mit der europäischen Initiative, das "Grüne Band Deutschland" auszubauen. Damit sollen die wertvollen Biotopflächen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze sowie zwischen Bayern und Tschechien als "nationales Naturerbe" erhalten und gestärkt werden. Das "grüne Band" hat auch zwischen der Oberpfalz und dem Nachbarland Tschechien viel zu bieten: Natur, Kultur und Geschichte werden auf einzigartige Weise verbunden. Dies erlebbar zu machen und dabei wertvolle Natur zu schützen, ist das Ziel des ehrgeizigen Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens.

Der CSU-Umweltarbeitskreis ist für wirtschaftliches Wachstum. Es muss aber nachhaltig gestaltet werden. "Unser Land braucht stärker ein qualitatives Wachstum. Zum Beispiel ist das ,Wegwerfen' von Nahrungsmitteln unverantwortlich", erklärte der Vorsitzende. Der Einsatz für eine soziale Marktwirtschaft sei für den AKU von besonderer Bedeutung.

Natürlich spiele bei diesem CSU-Arbeitskreis die Energiewende eine große Rolle. Dazu hat man auch ein entsprechendes Positionspapier erarbeitet und in die politische Diskussion eingebracht. Der CSU-AKU fordert eine gleichwertige Behandlung aller Themen. So seien Strom, Wärme und Mobilität insgesamt zu behandeln. Energie einzusparen, den Ausbau der Energieeffizienz zu fördern und erneuerbare Energien weiter auszubauen sowie die Kappung von Energiespitzen seien die wesentlichen Säulen der Energiewende. Die Schaffung von dezentralen Strukturen bei der Energiegewinnung und -verteilung solle vorangetrieben werden Eine Stärkung der Stadtwerke und Energiegenossenschaften müsse oberste Priorität haben. Dabei ist laut Hofbauer eine Kooperation mit den Energieversorgern anzustreben.

Klaus Hofbauers Vertreter sind seit der Neuwahl Franz Richter (Amberg-Sulzbach), Robert Zizler (Regensburg-Land) und Hans-Peter Hinz (Regensburg-Stadt). Als Wahlleiter fungierte der Schwandorfer CSU-Bundeswahlkreisgeschäftsführer Albert Herzog.
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