Das Eberhard Geyer-Trio absolviert in der KMK-Musikakademie eine faszinierende Programmfolge
Die goldene Zeit der Jazzmusik

Ein Jazzkonzert vom feinsten erlebten die Besucher und konnten dabei in musikalischen Erinnerungen schwelgen. Bild: tie
Lokales
Schwandorf
21.09.2015
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Das Programm verhieß Evergreens. Das war mutig, denn von berühmten Musikstücken hat man oft festgelegte Vorstellungen im Ohr. So wie Eberhard Geyer am Klavier, Werner Güntner am Kontrabass und Josef Gallmeier am Schlagzeug dann schwungvoll musizierten, brauchten sie keinen Vergleich zu scheuen.

Cornelia Horsch von der KMK-Fördervereinigung begrüßte die Gäste und freute sich darüber, dass die Fördervereinigung mit dem Jazzpianisten einen zusätzlichen Lehrer gewinnen konnte, der noch dazu das musikalische Programm der Lehranstalt erweitern wird.

Dann begannen die drei Musiker ihr Programm mit "On the sunny side oft the street". Flott und rhythmisch sauber wurde die Melodie am Klavier gewährleistet, genauso die Begleitung einschließlich Pizzikato-Solo im Bass und die Taktsicherheit im Schlagzeug garantiert. Und so ging es weiter. Auch die "Green Dolphin Street", das berühmte "Lullaby of Birdland", das "Girl from Ipanema" und die "One Note Samba" bestachen in ihrer musikalisch klaren Interpretation. Sowohl der Kontrabassist, der den Melodiebögen das Fundament vermittelte, wie der Schlagzeuger, der den Rhythmus garantierte, ermöglichten als Meister ihres Fachs dem Pianisten, auf dieser sicheren Basis alle Melodien frei variierend zu gestalten.

"Sentimental Jour ney" wirkte durch ein Bass - Solo zu Beginn besonders eindringlich. Der Blues - Walzer "Blueberry Hill" regte zumindest zum Mitwippen an, wenn man schon nicht tanzen konnte. Dann kam "Blue water", bei dem der Schlagzeuger in enormer Geschwindigkeit die musikalische Aussage vorantrieb. Gleichfalls drängendes Tempo erzeugte Sängerin Silke Heimann, indem sie bei "Fly me to he Moon" gar nicht schnell genug an ihr Ziel gelangen konnte. Der zweite Teil des Abends begann erneut mit einem Evergreen. "Take five" ist ein Musikstück, dessen Rhythmus ewig leben wird, noch dazu in einer Darbietung wie an diesem Abend mit Kunststücken vor allem des Schlagzeugers zum Grundrhythmus. "It's a raggy Waltz" folgte beschwingt, ihm schloss sich "You are too beautiful" - wer immer damit gemeint sein mag - sehnsuchtsvoll an, allein vorgetragen vom Pianisten.

Schön und bestimmt

Dem Stück "Misty", das nicht nebelig, sondern in seiner swingenden Weise dennoch schön und bestimmt klang, folgte "It's only a paper moon", eine melodiereiche dahinfließende Musiknummer. Und nochmals trat Silke Heimann auf. Sie präsentierte drei Stücke, wobei das Lob für eine glänzende Leistung auf alle passt: "Summertime", "As time goes by" und "The lady is a tramp" wurden jeweils zu Hörgenüssen, nicht zuletzt wegen des faszinierenden Vortrags der Sängerin und der höchst engagierten Spielweise der Instrumentalisten.

Mit "Root beer rag" schloss das offizielle Programm pompös ab. Als Zugabe erklang "I'm beginning to see the light", was Silke Heimann glaubhaft vortrug, und schmissig schnell "All of me". Insgesamt also ein Jazzkonzert vom feinsten mit jeder Menge Erinnerungen, die die Zuhörer begeisterten.
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