Dem Mittelalter auf der Spur

Die Pfründnerinnen geraten in Streit und beschuldigen sich gegenseitig des Diebstahls. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
31.03.2015
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Wie haben die Bürger im Mittelalter gelebt? Das wollte Gästeführerin Veronika Zechmann genauer wissen und hat im Stadtarchiv recherchiert. Am Ende hatte sie genügend "Stoff" beisammen für ein "Drehbuch" zu einer neuen Stadtführung.

"Tatort Schwandorf - Henker, Gauner, Besenstiel" heißt das neue Angebot, am Samstag war Generalprobe. Premiere feiert das Stück am 11. April. Die Führung beginnt mit einem heftigen Streit. Zwei Pfründnerinnen - Bewohnerinnen im Bürgerspital - beschuldigen sich gegenseitig des Diebstahls. "Langfinger erhielten im Mittelalter drakonische Strafen", erklärte Veronika Zechmann. Und schon nähert sich ein Ganove und bietet den Umstehenden gestohlene Devotionalien ein. Es gelingt ihm gerade noch die Flucht vor dem Hüter des Gesetzes. Die Gästeführerin erinnert an die Tradition der Jahrmärkte, die sich bis heute erhalten habe. Die Fierantentreffen hatten im Mittelalter aber eine weitaus größere Bedeutung. "Da kamen die Leute bis aus Nürnberg nach Schwandorf", hat sich Veronika Zechmann informiert. Vom Marktplatz geht es zur historischen Stadtmauer und weiter zu den Felsenkellern, wo die Teilnehmer zu einer Bierprobe geladen sind. Die Führung endet bei der Apothekerin Anja Heinz, die in der schönen Umgebung ihres Blumenladens einen Einblick in die heilende Wirkung heimischer Kräuter gewährt und dazu Tee und Gebäck reicht. Stadt und Theaterbühne rufen mit der Führung "Tatort Schwandorf" lustige und kuriose Ereignisse in Erinnerung. Karten zum Preis von 16 Euro gibt es im Tourismusbüro. Dort startet am 11. April um 17 Uhr auch die Premiere.
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