Den Foxhounds auf der Spur

Voll konzentriert setzten die Reiter bei der Schleppjagd über die Hindernisse. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
27.10.2014
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Einmal im Jahr gehört die Flur südlich der Kreisstadt den Reitern. Bei der Schleppjagd stehen auch die Hunde im Mittelpunkt, wobei ein Schleppenleger die Richtung vorgibt. Die Fernsehbilder der Jagd des britischen Königshauses werden hier Realität.

Die traditionsreiche Schleppjagd der "Pferdefreunde Schwandorf" jährte sich am Samstag zum 27. Mal. Zu Ehren ihres langjährigen Vorstands und Ehrenvorsitzenden Hermann Ehrenstraßer lud der 262 Mitglieder starke Verein zum Ritt entlang der Naab ein. 60 Jagdreiter aus ganz Bayern, Sachsen und sogar aus der Schweiz kamen nach Büchelkühn, um an dieser sportlich-geselligen Veranstaltung teilzunehmen.

Dreifaches "Horrido"

Unter der Leitung von Toni Wiedemann reiste der "Schleppjagdverein Bayern e.V." wieder mit seiner Equipage und dem Pack von 35 englischen Foxhounds in die Oberpfalz, um die Jagd zu Pferde zu begleiten. Nach dem Eintreffen am Turnierplatz bekamen die Teilnehmer ein Frühstück zur Stärkung für die kräftezehrende Jagd. Dann bliesen die Jagdhornbläser "St. Hubertus" zum Aufbruch. Nach einem dreifachen "Horrido" von Toni Wiedmann setzte sich der Tross in Bewegung.

Die 25 Kilometer lange Strecke führte durch die herrlichen Naabauen, vorbei an Büchelkühn und Klardorf in Richtung Bubach. 25 Hindernisse mittleren Schwierigkeitsgrades waren auf der Strecke verteilt. Schleppenleger Wolfgang Hirzinger ritt voran und legte mit einer Lake die Fährte, der die Hunde nachjagten. Es folgte Master Dr. Bernd Schleicher mit den beiden Pikeuren Edith von Stetten-Schmidt und Peter Diermeier, die das Springerfeld anführten. Das Nicht-Springerfeld begleiteten die Pikeure Daniela Wiesnet und Nadja Weidner-Vetter. Zu guter Letzt ritt Rainer Scherr als Schlusspikeur, der das Jagdfeld absicherte. Nach drei Stunden kehrten die Reiter wieder zurück. Die Jagd verlief trotz des tiefen Bodens unfallfrei. Die Foxhounds bekamen als Belohnung ein "Curee" aus Rinderpansen. Vereinsvorsitzender Hermann Stecher zog eine positive Bilanz und dankte den "Johannitern" für die Teilnahme. Sein Dank galt ferner den umliegenden Landwirten für die Überlassung ihrer Wiesen und Felder. "Ohne diese Unterstützung wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich", so Hermann Stecher.

Die Jagdreiter ließen sich den Schweinebraten schmecken und verbrachten noch einen unterhaltsamen Abend mit den "Kulzer Buam".
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