Der Bayerische Jugendring will sich stärker in die Arbeit für Asylbewerber einbringen - ...
"Flüchtlinge brauchen Freunde"

Lokales
Schwandorf
18.11.2014
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"Flüchtlinge brauchen Freunde", so nennt der Bayerische Jugendring sein neues Aktionsprogramm zur Unterstützung von Asylbewerbern. Bei der Herbsttagung des Bezirksjugendrings am Wochenende in Schwandorf nannte Präsident Matthias Fack (München) die Handlungsfelder: "Sprachförderung, Begleitung minderjähriger Flüchtlinge und Unterstützung traumatisierter Jugendlicher." Sozialministerin Emilia Müller (CSU) zeigte sich dankbar für den Einsatz des Jugendverbandes: "Die Lösung des Asylproblems ist eine gigantische Herausforderung. Es überlagert derzeit alle anderen Themen."

Betreuung von mehr als 3000 Jugendlichen, die allein nach Deutschland gekommen sind, Bildung von 350 Übergangsklassen an den Schulen, Werben um Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Ministerin schilderte den Delegierten der 40 Oberpfälzer Jugendorganisationen ihr tägliches Bemühen. Sie appellierte an die Jugendlichen, "den Parolen von Rechts" keinen Raum zu lassen. Für die große Solidarität in weiten Teilen der Bevölkerung sei sie dankbar, so Emilia Müller.

26 Millionen Euro stehen dem Bayerischen Jugendring jährlich für seine Arbeit zur Verfügung. Dass es im nächsten Jahr 2,5 Millionen Euro mehr werden, dafür bedankte sich Präsident Matthias Hack ausdrücklich beim Freistaat. "Damit können wir neue Betätigungsfelder erschließen", versicherte der studierte Sozialpädagoge, der seit drei Jahren an der Spitze des Verbandes mit 470 Untergruppierungen steht.

Für den Bezirksvorsitzenden Nico Werth (Regensburg) war es die letzte Veranstaltung: Er hört nach zehn Jahren an der Spitze des Verbandes mit seinen 200 000 organisierten Kindern und Jugendlichen auf. Seine Nachfolgerin wird voraussichtlich die BDKJ-Diözesanvorsitzende Lisa Praßer (Regensburg).

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.bjr.de
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