Der Wechsel nach 14 Jahren

Andreas Weinmann (Vierter von rechts) ist neuer Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Schwandorf. MdL Franz Schindler (rechts) und Bürgermeisterin Ulrike Roidl (Zweite von links) wünschten dem Führungsgremium viel Schaffenskraft. Bild: Mayer
Lokales
Schwandorf
26.10.2014
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Der Zusammenschluss der SPD-Ortsvereine firmiert künftig unter "Stadtverband". Mit der Namensänderung geht auch ein Wechsel an der Spitze einher. Ziel ist es nun, die Arbeitsanstrengungen noch mehr zu bündeln.

Nach der Gebietsreform gegründet, gab sich der SPD-Stadtgemeindeverband Schwandorf 1979 eine Satzung, die bis Samstagabend Gültigkeit besaß. Bei der Delegiertenkonferenz im Gasthaus Obermeier in Klardorf erfolgte zunächst die Umbenennung in "SPD-Stadtverband" und dann eine zahlenmäßige Straffung des Vorstandsgremiums. Die sechs Beisitzer fallen weg, Kraft Amtes vertreten sind die Ortsvorsitzenden und der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat.

Die letzte Bilanz

In seinem Rechenschaftsbericht sprach Vorsitzender Karl-Heinz Kagermeier von Höhen und Tiefen bei Wahlen. Heuer habe die Partei dramatische Niederlagen mit denkbar knappen Ergebnissen in Stadt und Landkreis hinnehmen müssen. Das Dreikönigstreffen, der Neujahrsempfang und der "Politische Aschermittwoch" seien feste Bestandteile im Veranstaltungskalender. Nach 14 Jahren an der Spitze mache er nun Platz für einen jüngeren Kandidaten, so Kagermeier. Mit dem Klardorfer Vorsitzenden Andreas Weinmann stehe ein kompetenter und engagierter Genosse bereit. Abschließend dankte der Sprecher seinen Mitstreitern für die Unterstützung.

Die Kasse, von Cornelia Schnorrer verwaltet, ist in Ordnung. Dies bestätigte Revisor Helmut Hey auch im Namen seiner Kollegin Christa Fleischmann. Natürlich habe es Niederlagen gegeben, dennoch sei dies kein Grund "jetzt in Sack und Asche zu gehen", konstatierte Fraktionsvorsitzender MdL Franz Schindler in seinem Grußwort.

Vorbildliches

Mit Blick auf die derzeitige Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden betonte er, es sei auch Aufgabe der Ortsvereine, hier Hilfestellung zu leisten und die Menschen freundlich willkommen zu heißen. Zugleich müsse "die Kirche im Dorf bleiben". Das Land habe schon andere Situationen wie nach dem Krieg oder vor 20 Jahren mit den Folgen des Konflikts auf dem Balkan gemeistert. Altoberbürgermeister Helmut Hey sieht in der Namensänderung bei der SPD den "formellen Abschluss der Gemeindegebietsreform". Ein großes Lob zollte er der Kirchengemeinde Fronberg. Hier leiste vor allem die Familie Nowak Vorbildliches bei der Betreuung der Flüchtlinge. Zweite Bürgermeisterin und Versammlungsleiterin Ulrike Roidl dankte offiziell für die Unterstützung im Wahlkampf. Sie sei - wie bei den zahlreichen Hausbesuchen - niemals allein gelassen worden. Ihr Appell: "Nicht nachlassen und den Blick auf das Jahr 2020 richten."

Nach der Neuwahl wurde Karl-Heinz Kagermeier für seine 14-jährige Arbeit an der Spitze des städtischen SPD-Dachverbandes gedankt. Er zählt derzeit in den Ortsvereinen 280 Mitglieder.
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