Diakonie will Öffentlichkeit für Persönlichkeitsstörung "Borderline" sensibilisieren
Im Trialog das Leben meistern

Waltraud Tragl, Sylvia Bäßler und Ulrike Eisend (von links) bereiten derzeit den zweiten Schwandorfer Borderline-Trialog im Diakonie-Zentrum vor. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
06.02.2015
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Im Diakonie-Zentrum an der Waldschmidtstraße 14 beginnt am 2. März der zweite "Schwandorfer Borderline-Trialog", der erneut Betroffene, Angehörige und Fachleute zusammenführen wird. Geplant sind weitere Termine am 9., 16. und 23. März. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

"Borderline" ist eine tiefgreifende Persönlichkeitsstörung mit extremen Gefühlszuständen, von der schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung zumindest vorübergehend betroffen sind. Während sich Frauen häufig selbst verletzen, äußert sich die psychische Erkrankung bei Männern meist in aggressiver Wut.

Weil im Landkreis keine Selbsthilfegruppe zustande kam, haben die beiden Diplom-Sozialpädagogen (FH) Sylvia Bäßler und Ulrike Eisend den "Borderline-Trialog" ins Leben gerufen und zur zweiten Auflage die "Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft" (PSAG) ins Boot geholt. Sie wollen bei den Angehörigen und den Menschen im Umfeld der Betroffenen Verständnis wecken für die "Persönlichkeitsstörungen", die häufig auf traumatische Erlebnisse in der Kindheit zurückgehen. "Wir wollen den Leuten helfen, ihren Alltag und ihr Leben zu meistern und ihnen Therapiemöglichkeiten aufzeigen", erklärt Ulrike Eisend. Neue Lösungen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen erhofft sich auch Sylvia Bäßler. Sie konnte mit Anja Link von der Borderline-Trialog-Kontaktstelle Nürnberg eine Fachkraft gewinnen, die bei der Info-Veranstaltung am 2. März gemeinsam mit den Teilnehmern "den Fahrplan" für den weiteren Trialog festlegen wird. Es werde um die Themen "Borderline und Beziehungen ", "Borderline und Arbeit" sowie "Borderline und Therapie" gehen, kündigte Sylvia Bäßler an. "Wir wollen auch die Öffentlichkeit für die Probleme der Betroffenen sensibilisieren", ergänzt PSAG-Geschäftsführerin Waltraud Tragl.
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