Die befohlene Karriere

Lokales
Schwandorf
27.07.2015
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Manche müssen zu ihrer Zukunft sanft gezwungen werden. Als Lehrling arbeitete der heutige Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer bei einem Mann namens Robert Heinfling. Der musste immer mal wieder weg, wenn ein an seinem Gürtel hängender Funkwecker piepsend zum Feuerwehreinsatz rief. Mösbauer wunderte sich, wollte aber "so ein Ding auch haben." Denn das versprach Abwechslung. Abwechslung? Was Mösbauer nicht ahnte, war: Da spurtete einer in sein Auto, der mit dabei sein musste bei Bränden, Hochwässer und schlimmen Verkehrsunfällen.

Der Stadtbrandinspektor schilderte das beim Kommersabend zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr und erzählte auch, wie er zu Stiefeln, Helm und Ausbildung kam. "Am Freitag um sechs bis du in der Feuerwache", ordnete der heutige Brandrat Heinfling an. Mösbauer gehorchte, fand sich ein, wurde aufgenommen und begann - auch dabei wieder als Lehrling - seine Laufbahn. Heinflings Befehl, der für Widerspruch keinen Raum ließ, endete mit der Weisung: "Und jetzt schau' zu, dass du Brotzeit holst". Ay, Ay Sir! Auch dieser Anordnung wurde Folge geleistet.
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