Die Natur als Schöpfer-Beweis

Professor Josef Zilch sprach über Gott, die Schöpfung und die Musik. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
24.04.2015
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"Gott - Schöpfung - Musik". In diesem Dreiklang sucht und findet Musikprofessor Josef Zilch den Weg der Erkenntnis. Warum er an ein "ewiges Leben" glaubt, verriet der emeritierte Hochschullehrer den 30 Zuhörern bei der Auftaktveranstaltung der Reihe "Leben mit Gott im Alltag" in der Spitalkirche.

Dass es einen Gott gibt, daran hat der 87-jährige gebürtige Schwandorfer keinen Zweifel. Ob und wie ihn der einzelne finde, "ist sein Problem", sagte er am Dienstag. Die Wunder der Natur und das Werden und Vergehen der Flora und Fauna sind für Josef Zilch "ein eindeutiger Beweis für die Existenz eines Schöpfers". Welche Rolle spielt nun die Kunst? Die Versuche der Maler, Dichter und Musiker, sich ein Bild von Gott und der Schöpfung zu machen, faszinieren den Musikpädagogen und inspirieren ihn. Die Musik ist für den Dirigenten und Komponisten zum Lebensmittelpunkt geworden, seit er mit fünf Jahren das Klavierspiel erlernte und mit zwölf die Orgel auf dem Kreuzberg spielte. Auch am Dienstag wechselte der Bürgermedaillen-Träger und Komponist der "Türmerkantate" immer wieder vom Rednerpult an den Flügel und gab eine musikalische Einführung in sein Lieblingswerk: "Die Schöpfung". Das Oratorium von Josef Haydn thematisiert die Erschaffung der Welt, wie sie die Bibel erzählt.

Von Japan beeindruckt

Der ständige Gastdirigent in Japan spielte Live-Mitschnitte einer Aufführung aus der Suntory-Hall in Tokio ein und zeigte sich auch viele Jahre später noch beeindruckt von der Leistung der japanischen Musiker. "Über zwei Stunden lang auswendig deutsch gesungen", schüttelt der vielfach ausgezeichnete Musiker heute noch den Kopf. "Das wäre bei uns völlig undenkbar".

Am 5. Mai tritt der Innungsobermeister Michael Zinnbauer ans Rednerpult und befasst sich mit der Frage: "Gott sei Dank oder Glück gehabt?" Der Geschäftsführer der Firma Gebrüder Zinnbauer sieht in Gott seinen "Lebensarchitekten, ohne den nichts zu machen ist". Das Mitglied des Münsterchores am Kreuzberg lässt an diesem Abend seine Sangeskollegen mit Band auftreten. Am 19. Mai ist der Vorsitzende des Hospizvereins, Dr. Wolfgang Laaths, an der Reihe. Sein Thema: "Der Tod - seine Überwindung durch den Glauben?" Der pensionierte Richter begleitet Menschen in der letzten Phase ihres Lebens und "lebt seitdem bewusster". Dr. Wolfgang Laaths lässt sich musikalisch von Günter Schmid begleiten.

"Gott - mein Begleiter und Motivator in allen Lebenslagen". Darüber spricht die Polizei-Hauptkommissarin Tina Schmidt (Nittenau) am 16. Juni. Sie sei zwar nicht "streng kirchengläubig", bekennt die Hausfrau, Mutter, Stadt- und Kreisrätin, vertraue aber auf Gott und finde Halt im Gebet. In ihrem Beruf lerne sie viele Schattenseiten des Lebens kennen, so die Dienstgruppenleiterin an der Polizeiinspektion Burglengenfeld. Da sei "ein Begleiter in allen Lebenslagen" hilfreich. Veronika Miller-Wabra spielt auf der Harfe.

OB zum Abschluss

Oberbürgermeister Andreas Feller beschließt die Reihe am 23. Juni. Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr in der Spitalkirche. Im Anschluss besteht jeweils im Foyer die Möglichkeit zum Gespräch.
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