Die Rechnung geht auf

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Lokales
Schwandorf
17.12.2014
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Der Landkreis schafft es auch in diesem Jahr, seine Schulden zu senken. Über diese Mitteilung des Kämmerers freute sich der Kreistag. Er erfuhr auch, dass 2015 das Jahr der Rekord-Investitionen werden könnte.

In der letzten Kreistagssitzung eines Jahres blickt Kämmerer Michael Neckermann zurück. Er wartete am Montag mit der Nachricht auf, dass dem Kreis heuer eine weitere Entschuldung gelingt, obwohl er erhebliche überplanmäßige Ausgaben in der Jugendhilfe zu verkraften hatte.

In ihrer rechtsaufsichtlichen Würdigung bestätigte die Regierung dem Kreis eine stabile und geordnete Haushaltswirtschaft. Sie rechnete es ihm hoch an, dass er trotz hoher Investitionen ohne neue Kredite auskam. Mit einer ordentlichen Tilgung von 2,4 Millionen Euro sinkt der Schuldenstand zum Jahresende auf 34,8 Millionen. Er nimmt damit zum zweiten Mal in Folge ab und liegt dann mittlerweile um 4,4 Millionen unter dem Höchststand von 2012 (39,2 Millionen Euro). Ebenfalls planmäßig bekommt die Krankenhaus-GmbH weitere 5,0 Millionen Euro zur Tilgung endfälliger Darlehen. In seinem Bericht über die Haushaltsabwicklung verwies Neckermann darauf, dass der Schuh erneut bei den Pflichtaufgaben der Jugendhilfe drückte. 820 000 Euro mussten da mehr als geplant ausgegeben werden. Vor allem über ein positives Ergebnis bei der Sozialhilfe und einen höheren Anteil an der Grunderwerbssteuer gelinge es, diese Zusatzkosten zu decken.

Sinkende Zuweisungen

Im Hoch- und Tiefbau sei alles planmäßig gelaufen. Trotz immensen Investitionsvolumens schaffte es der Kreis, seine Ausgabereste auf den historischen Tiefstand von 1,7 Millionen Euro zu drücken. "Unsere Reste waren nicht einmal halb so hoch, wie beim Oberpfälzer Landkreis mit den zweitniedrigsten Resten", freute sich Neckermann.

2015 könnte seinen Worten zufolge zum Jahr mit dem höchsten Investitionsniveau in der Landkreis-Geschichte werden. Auch da bleibe es das Ziel, keine neuen Kredite zu beanspruchen und den Schuldenstand abermals zu senken. In seiner Vorschau auf das nächste Etat-Jahr rechnete der Kämmerer damit, dass die staatlichen Schlüsselzuweisungen um rund 300 000 Euro zurückgehen. Am Dienstag kam die Nachricht aus München: Sie werden von rund 20,1 auf 19,4 Millionen fallen. (Innenteil)
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