Die Theater-AG des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums spielt eine Horrorkomödie von Martin Downing ...
Schaurige Gäste bei Baron von Frankenstein

Die Schauspieltruppe des Gymnasiums mit (von links) Teresa Schneider, Valentina Eimer, Susanne Suttner, Elena Böckl, Leah Domscheit, Franz Neugebauer, Marek Wittmannn, Bernedikt Nößner, Maurits Domscheit und Denise Ehrenreich spielte "The House of Frankenstein". Bild: tie
Lokales
Schwandorf
02.02.2015
81
0
In einem Karpatenschloss gibt es einen großen Empfangsraum, und genau einen solchen haben Sabine Ortner und die Mitglieder der Kreativwerkstatt am Gauß- Gymnasium in ihrem Bühnenbild als Ort des Geschehens ausgesucht und ausgestattet. Zumindest die vordere Hälfte der Sitzreihen war gut gefüllt, als im Theaterraum des Schwandorfer Gymnasiums die Vorführung des Theaterstücks "The House of Frankenstein" von Martin Downing begann. Als Horrorkomödie bietet der Ablauf der Handlung erschreckende und spaßhafte Momente in gelungener Mischung.

Das Licht wurde dunkel und Baron Victor von Frankenstein (Benedikt Nößner, 10d) betrat die Bühne, gefolgt von seinem Sekretär Ygor (Maurits Domscheit, 10c). Frau Lurker (Denise Ehrenreich, Q12), die als nächste in den Festraum kam, trug Dienstmädchen-Kleidung und verhielt sich entsprechend. Es folgte Baroness Elisabeth von Frankenstein (Leah Domscheit, Q12). Sie erklärte wortreich ihre Lebenseinstellung. Natürlich sprach sie Englisch wie alle anderen und führte gekonnt vor, dass man auch in dieser Sprache als Frau die gesamte Akustik für sich gewinnen kann. Allen war es auf dem einsamen Schloss recht langweilig, deshalb wurde überlegt, Gäste einzuladen, denen ihre Probleme so viele Schwierigkeiten bereiten, dass sie darüber mit dem Wissenschaftler Frankenstein sprechen wollen. Auch das ruhelos im Hintergrund des Raumes hin und her rennende Monster (Susanne Suttner, 10d), eine Schöpfung des Hausherrn, ist damit einverstanden. So sind "geheimnisvolle und bedrohliche Bewohner der Nacht" geladen, die darum gebeten haben, sie von ihren Obsessionen zu befreien.

Werwolf Harry Talbot (Marek Wittmann, 7c) gab sein Debut als einer, der vielleicht friedlicher werden will. Dann musterte Countess Ilona Bathory (Elena Böckl, 8b), die Königin der Vampire, alle Anwesenden und schaffte es, im Gespräch mit ihrem potenziellen Heiler eine scheinbar normale Atmosphäre herzustellen, wenn nicht das Monster, weiter im Hintergrund rennend, immer wieder den besonderen Ort des Geschehens charakterisiert hätte. Als nächster tauchte der König der Vampire auf: Count Vlad Dracula (Franz Neugebauer, 10c). Weltweit bekannt entwickelte er sich hier schnell zum Gegenspieler aller Anwesenden. Daran konnte auch eine weitere bekannte Horrorfigur "The Phantom of the Opera" (Teresa Schneider, 8b) nichts ändern, obgleich sie durch ihr Outfit mit schwarzem Umhang und halber Gesichtsmaske optisch besonders hervorgehoben war. Nicht vergessen darf man Isabell Channing (Valentina Eimer, Q12), die als Beschützerin des Phantoms dieses immer wieder umsorgte, was ihr vom Phantom nicht immer gedankt wurde.

Die Countess tanzte mit dem Werwolf: Das hätte man sich gerne noch etwas länger angesehen. Im 2. Akt kamen dann alle miteinander ins Gespräch oder in Action. So wurde getanzt und man führte tiefgründige Gespräche, über die "midnight - bell" und andere wichtige Bestandteile des Lebens. Und als es dann Mitternacht wurde (im Stück natürlich), flippten alle aus, verfolgten einander und schrien wie die Irren. Es ging zu, wie es eben bei Frankenstein erwartungsgemäß zugehen muss. Die Pointen in den Gesprächen riefen beim Publikum immer wieder spontane Lachsalven hervor; zum Dank gab's großen Schlussbeifall. Insgesamt eine sehr gelungene Schulaufführung mit sicht- und hörbar durchdachter Regiearbeit von Gisela Eichenseer, Matthias Haberl und Andrea Hermann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.