Dornröschenschlaf ist vorbei

Roland Meiller, OB Andreas Feller, Christiana Roidl-Burggraf und Gregor Plössl (von links) wollen das Wirtschaftsforum aus dem "Dornröschenschlaf" erwecken. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
25.09.2015
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Der Wille, neu durchzustarten, ist vorhanden. Gleichzeitig wurden die Erwartungen an die Stadt bekräftigt. Die Interessen der Einzelhändler sollen mit einem gemeinsamen Marketing umgesetzt werden.

Das Wirtschaftsforum hat wieder einen kompletten Vorstand. Vier Jahre nach dem Rückzug der Vorsitzenden Gisela Pöhler ließ sich Christiana Roidl-Burggraf an die Spitze des Verbandes mit 48 Mitgliedern wählen. Sie sieht nun die Stadt in der Pflicht.

Cham als Beispiel

"Das Wirtschaftsforum ist in einen Dornröschenschlaf verfallen", musste kommissarischer Vorsitzender Roland Meiller bei der Hauptversammlung am Mittwoch in der Spitalkirche zugeben. Er stellte die Frage nach der Existenzberechtigung und gab selbst die Antwort: "Ja, wir brauchen auch in Zukunft eine Interessensgemeinschaft der Einzelhändler". Für ein gemeinsames Marketing und als Verband, der Förderprogramme beantragt. Als Beispiel, "wo das gut funktioniert", nannte Roland Meiller die Stadt Cham. Dort habe die Stadt eine hauptamtliche Kraft zur Belebung des Innenstadthandels angestellt.

Mehr Unterstützung von der Stadt Schwandorf erwartet nun auch die neue Vorsitzende Christiane Roidl-Burggraf. Die Ausrede, das Wirtschaftsforum habe keinen Ansprechpartner, gelte nun nicht mehr. Oberbürgermeister Andreas Feller will zwei neue hauptamtliche Kräfte einstellen, eine für die Wirtschaftsförderung und eine für das Citymanagement. Er bat allerdings um Geduld: "Es ist nicht so einfach, hier qualifizierte Leute zu finden". Das Wirtschaftsforum will mit bewährten Kräften durchstarten. Denn neue Gesichter tauchen im Vorstand nicht auf. Christiana Roidl-Burggraf war lange Zeit Sprecherin des Arbeitskreises "Innenstadt" und rückt nun an die Spitze.

Die bisherigen Stellvertreter Roland Meiller und Gregor Plössl bleiben ebenso im Amt, wie Schatzmeister Josef Betzlbacher. Weil der Verband in den vergangenen vier Jahren kaum Ausgaben hatte, stieg das Vermögen auf 58 000 Euro an. Geld für Aktionen sei genug da, versicherte stellvertretender Vorsitzender Roland Meiller. "Mit einer kleinen, aber schlagkräftigen Mannschaft" soll sich die Interessensgemeinschaft "nun wiederfinden". Einige zaghafte Signale zur Mitarbeit kamen aus dem Kreis der Mitglieder, von denen allerdings nur 13 anwesend waren.
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