Drehscheibe bei Katastrophen

Kreisbrandrat Robert Heinfling, Landrat Thomas Ebeling und Sachbearbeiter Thomas Holzwarth (von rechts) nahmen gestern die neue Kreiseinsatzzentrale im Untergeschoss des Landratsamtes in Betrieb. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
09.10.2014
34
0

100 000 Euro hat der Landkreis in die Einrichtung und die technische Ausstattung der Kreiseinsatzzentrale (KEZ) im Untergeschoss des Landratsamtes investiert. Landrat Thomas Ebeling und Kreisbrandrat Robert Heinfling stellten sie nun vor. Im Katastrophenfall spielt sie eine wichtige Rolle.

Von den zehn Landkreisen in der Oberpfalz haben sich sieben für eine Kreiseinsatzzentrale als Ergänzung zur neuen "Integrierten Leitstelle" in Amberg entschieden. Die Einrichtung ist der Abteilung "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" unterstellt und nur im Katastrophenfall besetzt. "Die Erfahrungen haben gezeigt", so sagte Landrat Thomas Ebeling gestern, "dass bei großflächigen Schadenslagen die Leitstellen sehr schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen". Die Kreiseinsatzzentrale rekrutiere sich im Ernstfall aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich im Schichtbetrieb ergänzten.

Adelheid Schmid von der Liegenschaftsverwaltung am Landratsamt erläuterte die Umbaumaßnahme im Kellergeschoss. Es stehen insgesamt sieben Besprechungs- und Funktionsräume zur Verfügung, die gleichzeitig auch zu Schulungszwecken für die Mitarbeiter des Landratsamtes genutzt werden.

Autarke Stelle

Die beiden Mitarbeiter im Sachgebiet "Brand- und Katastrophenschutz" am Landratsamt, Thomas Holzwarth und Stefan Jahreiß, wiesen auf die "sehr gute technische Ausstattung" der Kreiseinsatzzentrale hin und betonten: "Die KEZ ist nicht an das übrige EDV-Netzwerk des Landratsamtes angeschlossen, sondern arbeitet autark". Die Einrichtung verfüge ferner über ein eigenes Notstromaggregat. Kreisbrandrat Robert Heinfling will diese Räume auch für Besprechungen des Feuerwehr-Führungsstabes nutzen.

Eine zwingende gesetzliche Vorgabe zur Errichtung einer solchen Kreiseinsatzzentrale gebe es zwar nicht, betonte Landrat Thomas Ebeling, sie werde jedoch von allen Seiten empfohlen. Der Fachbereich für Brand- und Katastrophenschutz im Haus habe die Notwendigkeit auch gesehen und in Absprache mit dem Kreisbrandrat die entsprechenden räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen. Vor allem nach der Verlegung der alarmgebenden Leitstelle von Schwandorf nach Amberg habe sich die Notwendigkeit einer dezentralen Einrichtung ergeben.

Die Einsatzzentrale in Schwandorf ist im Katastrophenfall von 30 ehrenamtlichen Helfern besetzt, die speziell für diese Aufgaben ausgebildet worden sind und mit der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes zusammenarbeiten. "Die räumliche Nähe zur KEZ ist im Ernstfall von großem Vorteil für uns", betonte Sachbearbeiter Thomas Holzwarth.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.