Dreimal Hoch auf die Kirwa

Tradition ist beim Fronberger Kirwaverein groß geschrieben. Mit Fahnen und Taferln zogen Jung und Alt am Samstag durch die Straßen n des Dorfes und läuteten die Kirwa 2014 ein. Bilder: rid(2)
Lokales
Schwandorf
19.10.2014
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Eigens aus Stockholm ist der Botschaftsangehörige Hubert Rathey zur Kirwa angereist. Sein dreifaches Hoch galt den "Fronberger Kultgestalten". Zu bestaunen gibt es in diesen Tagen "die schönste Boygroup aller Zeiten". Und einer feiert ein Comeback.

Rathey kam zur Eröffnung aus Stockholm. Die Kirwamusikanten begrüßten ihn dafür mit dem "Pippi-Langstrumpf-Lied". Stellvertretender Feuerwehrkommandant Achim Kröplin musste wiederum die Leiter halten, als der Kirwa-Prediger am Samstagabend mit Liesl und Spickzettel ein paar Meter den Stamm hinaufkletterte und "die Fronberger Kultgestalten" hochleben ließ.

Ein "dreifaches Hoch" galt der "schönsten Boygroup aller Zeiten", den Fronberger Kirwamusikanten. Einen Vers widmete Hubert Rathey auch den Grillmeistern des Vereins, den "Hotdogs" von der Familie Karl. Michael und Alexander Zweck hatten am Nachmittag wieder die Kommandos beim Kirwabaumaufstellen gegeben und bekamen ebenfalls einen Tusch.

Das "Comeback des Jahres" feierte Hermann Götz, der ehemalige Wirt der Kellerwirtschaft. Er übernahm für drei Tage die "Müllner-Gaststätte" und ließ damit die Tradition fortleben. Am Samstagvormittag empfing er den Tross zum Frühschoppen, der zuvor den neuen Kirwabaum auf dem Stiftungswald bei Steinberg unter Polizei- und Feuerwehrschutz durch die Schwandorfer Innenstadt nach Fronberg geschafft hatte.

Beim Zug durch das Dorf stärkten sich die Burschen für die anstrengende Arbeit, die ihnen bevorstand. Nach zwei Stunden stand das neue, 30 Meter hohe Kirwasymbol an bewährter Stelle auf dem Dorfplatz. Nachdem Hubert Rathey die Fronberger Kirwa 2014 offiziell für eröffnet erklärt hatte, betraten die 16 Kirwapaare erstmals das Podium. Sie hatten gar nicht alle Platz, so dass sie sich bei den Walzer-, Landler-, Polka- und Zwiefachen-Formationen abwechseln mussten.

Anschließend ging es hinauf in den Saal der Brauerwirtschaft zum ersten der zwei Tanzabende. Am Sonntag war der Dorfplatz gut gefüllt beim zweiten Auftritt der Kirwapaare. Gespannt warteten dann alle auf den Fernsehbeitrag zur Fronberger Kirwa, den ein Team des Bayerischen Rundfunks im vergangenen Jahr gedreht hat und der am Sonntagabend in der Reihe "Unter unserem Himmel" lief. Mit dem traditionellen Männerfrühschoppen im Saal der Brauereiwirtschaft geht es heute Vormittag weiter. Nach dem Tanz der Mannsbilder in Frauenkleider zur Mittagszeit verteilen sich die Leute auf die übrigen Wirtschaften im Ort oder feiern privat weiter.
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