Ehemalige Grabstätte der Familie Fröhler sorgt für Diskussion im Hauptausschuss - Vorschlag: ...
Ungenutzte Gruft im Angebot

Die Fröhler-Gruft am linken Flügel des Rondells im städtischen Waldfriedhof ist ungenutzt. Die Verwaltung schlug vor, eine Urnenwand einzubauen. Zunächst soll aber geprüft werden, ob es Interessenten für die Gruft gibt, die sie als Familiengrab nutzen wollen. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
11.06.2015
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Die Ausschreibung dürfte zumindest für die Kreisstadt einmaligen Charakter haben: Zu haben wäre eine Gruft auf dem Waldfriedhof, unmittelbar neben dem Rondell. Jedenfalls, wenn es nach dem Willen von CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Schuster ginge.

Die Fröhler-Gruft am linken Flügel des Rondells ist aufgelassen, die Familie hat die Grabnutzung bereits 2009 aufgegeben, auch wegen der erheblichen Unterhaltskosten. Die kleine Grabkapelle liege nun wieder im Unterhalt der Stadt, wie der zuständige Sachgebietsleiter Reinhard Schuß berichtete.

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl schlug dem Hauptausschuss am Montag vor, das Gebäude als Kolumbarium zu nutzen, also in die Gruft eine Wand mit zwölf Urnennischen einzubauen. Je Nische würden maximal vier Urnen Platz finden. Die Stadt kalkuliert mit Kosten von etwa 13 000 Euro. Bürgermeisterin Roidl hält die Idee des Kolumbariums für in "schönes, alternatives Angebot zu vertretbaren Kosten".

Schuster forderte, zunächst einmal nach Interessenten für die Gruft zu suchen. Erst wenn sich niemand melde, solle die Urnenwand ins Auge gefasst werden. "Das ist letztlich ein Denkmal", sprang ihm Fraktionskollege Hans Hottner zur Seite. Sandra Gierl (SPD) meinte, das schmiedeeiserne Kreuz in der Gruft solle sichtbar bleiben, auch wenn die Nischenwand eingebaut werde. Kurt Mieschala (UW) führte ins Feld, dass der Platz vor der Gruft für die Angehörigen an Gedenktagen wie Allerheiligen etwas knapp bemessen sei, sollten die Wand realisiert werden.

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl schlug schließlich vor, den Punkt abzusetzen, eine Ausschreibung zu starten und das Vorhaben dann dem Hauptausschuss nochmal vorzulegen. Der Bauausschuss soll sich mit der Gestaltung der Nischenwand beschäftigen, sollte sie gebaut werden.
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