Ehren-Kreisbrandinspektor Fritz Schmid im Alter von 87 Jahren verstorben - Hoch respektiertes ...
Ein Stück Feuerwehr-Geschichte geschrieben

Lokales
Schwandorf
01.10.2015
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Die Feuerwehr im Landkreis Schwandorf trauert um einen Mann, der mit seiner Lebensleistung ein Stück Einsatzgeschichte schrieb. Im Alter von 87 Jahren ist der ehemalige Kreisbrandinspektor Fritz Schmid gestorben. Er diente seiner Organisation an führenden Stellen über Jahrzehnte hinweg.

Fritz Schmid wurde in Bubach an der Naab geboren, er zog später nach Saltendorf bei Teublitz und trat 1952 der Ortsfeuerwehr bei. 1961 wurde er Kommandant der Saltendorfer Wehr, schon zwei Jahre darauf ernannte man ihn zum Kreisbrandmeister. 1968 avancierte Schmid zum Kreisbrandinspektor. Bis 1988, also 20 Jahre lang, behielt er dieses Amt. Der Mann aus Saltendorf war stets ein umsichtiger Einsatzleiter. Er achtete auf seine Leute, ging nie Risiken ein. Wenn Alarme aufliefen, kam er immer als einer der Ersten, verschaffte sich ein Lagebild, traf Anordnungen und war ein hoch respektiertes Vorbild.

Besonnene Art

Dabei verlangte Fritz Schmid in vielen Hunderten Einsätzen nie etwas, das er selbst nicht hätte vormachen können. Hinzu kam seine besonnene Art. Ihn konnte keine noch so knifflige Lage aus der Ruhe bringen. Sein Rüstzeug hatte sich Fritz Schmid bei zahlreichen Lehrgängen und Seminaren geholt. Dieses Wissen befähigte ihn zur Führungsarbeit. Die Feuerwehr dankte ihm seine Tätigkeit mit hohen Auszeichnungen wie dem Steckkreuz. Der Staat verlieh ihm 1977 das Bundesverdienstkreuz. Als Schmid 1988 im Alter von 60 Jahren aus seinen Ämtern schied, erhielt er den Titel eines Ehren-Kreisbrandinspektors.

In seinem letzten Lebensabschnitt war es still geworden um Fritz Schmid. Nach dem Tod seiner Ehefrau Erna ging er ins Burglengenfelder Seniorenheim. Mitunter besuchten ihn alte Freunde und Weggefährten wie Altlandrat Hans Schuierer und Brandrat a. D. Siegfried Hammerer. Dann wurde über zurückliegende Zeiten gesprochen. Unweigerlich kam dabei die Rede auf Fritz Schmids Leidenschaft: Die Feuerwehr. Und man merkte, wie sehr er auch im hohen Alter noch an dieser Organisation mit Leib und Seele hing. Mit Fritz Schmid ging das letzte Stück Feuerwehr-Urgestein aus jener Zeit, als sich nach der Gebietsreform im Jahr 1972 die FFW-Führung neu formierte. Zu denen, die damals die oberste Einsatzleitung bildeten, gehörten neben Schmid der Brandrat Toni Gietl (Nabburg) und der Brandinspektor Hans Thammer (Winklarn). Beide sind schon vor Jahren verstorben.

Beerdigung am Dienstag

Fritz Schmid wird am Dienstag, 6. Oktober, zu Grabe getragen. Die Beerdigung findet um 14.30 Uhr in Saltendorf (Stadt Teublitz) statt.
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