Ehrenzeichen als kleiner Dank

Landrat Thomas Ebeling (links) verlieh Georg Fischer, Anna Rauch, Erika Ratter, Christian Benoist und Franz Tennert (von links) das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
14.08.2015
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Sie stellen ihre Freizeit unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit. Fünf Persönlichkeiten aus dem Landkreis wurden jetzt dafür belohnt.

Seit 1994 vergibt der bayerische Ministerpräsident das Ehrenzeichen als Anerkennung für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit. Stellvertretend für Horst Seehofer händigte Landrat Thomas Ebeling am Donnerstag im Sitzungssaal des Landratsamtes die Urkunden aus.

Christian Benoist war 22 Jahre lang Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Schwarzenfeld und verdreifachte in dieser Zeit die Mitgliederzahlen. Im Verband "Wohneigentum" ist er seit 2006 Bezirksvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender. Seit Jahrzehnten engagiert sich Christian Benoist in der evangelischen Kirchengemeinde Schwarzenfeld als Mitglied im Kirchenvorstand, im Posaunenchor und als Lektor. Von 1996 bis 2010 gehörte er dem Marktgemeinderat an.

Gerätehaus renoviert

Georg Fischer wurde für sein Engagement bei der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Auerbachtal und bei der Freiwilligen Feuerwehr Unterauerbach geehrt. Er ist seit 1975 Vorsitzender der Kameradschaft, war 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann und zehn Jahre zweiter Vorsitzender der FFW Unterauerbach. In die Renovierung des Feuerwehrhauses investierte Georg Fischer 673 ehrenamtliche Stunden. Erika Ratter (Schwandorf) spielt seit 61 Jahren die Orgel in der Pfarrei St. Josef in Dachelhofen, singt im Kirchenchor, war Mitglied in der Kirchenverwaltung und sechs Jahre lang Kirchenpflegerin. "Ihr jahrzehntelanger Dienst und ihr Schaffen haben Vorbildcharakter für die Gesellschaft", betonte der Landrat in seiner Laudatio.

Anna Rauch aus Wernberg-Köblitz übt seit 30 Jahren den Lektorendienst in der Filialkirche Saltendorf aus. Sie sammelt im Freibad Perschen liegengebliebene Pfandflaschen ein und spendet das Geld für wohltätige Zwecke. "Ich bin von Kindheit an erzogen worden, anderen Menschen zu helfen", erklärt Anna Rauch ihr soziales Engagement.

Vorbildcharakter

Franz Tennert (Neunburg vorm Wald) ist seit 1988 Vorsitzender des Wandervereins "Pfalzgraf", wirkt beim Freilichtspiel "Vom Hussenkrieg" mit, ist beim FC Neunburg Sportabzeichenprüfer und übte beim Tischtennisclub mehrere Funktionen aus. MdB Karl Holmeier sowie die Landtagsabgeordneten Joachim Hanisch und Franz Schindler würdigten die Verdienste der Geehrten, hoben ihren Vorbildcharakter in einer Zivilgesellschaft hervor und betonten die Vielfalt des Ehrenamtes.

"Die Ehepartner müssen dahinter stehen, sonst wird es schwierig", ist sich Christian Benoist bewusst. Georg Fischer nahm die Auszeichnung auch "für seine Mitstreiter" in der Soldatenkameradschaft und der Feuerwehr entgegen. "Ich freue mich immer noch, wenn ich mich an die Orgel setzen kann", verriet Erika Ratter (75), die bereits mit 14 Jahren damit angefangen hat. Den Preis des Ehrenamtes umschrieb Franz Tennert mit den Worten: "Man ist selten daheim."
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