Eigenständige Arbeitnehmer

Lokales
Schwandorf
29.09.2014
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Der Bezirk steht gut da. Die Arbeitslosenzahlen zählen zu den niedrigsten Bayerns, aber Problemgruppen bleiben immer.

"Der Markt wird für die Arbeitnehmer immer günstiger", prophezeite Michael Vontra den Teilnehmern der Vorstandssitzung des CSA-Bezirksverbandes (Christlich-Soziale Arbeitnehmerunion) am Freitag in der Schwefelquelle. Zeitarbeits- und Werksverträge gingen spürbar zurück. Der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur geht aber davon aus: "Problemgruppen werden immer bleiben".

"Die Oberpfalz hat in den letzten 20 Jahren eine beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung erlebt", betonte CSA-Bezirksvorsitzender Reiner Meier. Sie gehöre längst nicht mehr zum Armenhaus Bayerns, sondern zu den Regionen mit den niedrigsten Arbeitslosenzahlen. Mit einer Quote von 3,6 Prozent habe die Oberpfalz im August den zweitbesten Wert in Bayern erreicht. Sorgen bereiteten ihm die Situation älterer Menschen, "die beruflich oft keinen Fuß mehr in die Tür bekommen". Man dürfe nicht vergessen, "dass hinter jedem Langzeitarbeitslosen ein menschliches Schicksal steckt". Als wichtiges Signal wertete der Bundestagsabgeordnete die Pläne der Staatsregierung, die nordbayerischen Bezirke bis 2018 mit 600 Millionen Euro fördern zu wollen.

Vontra informierte über die Programme zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser, zur Förderung Jugendlicher mit Defiziten und zum Wiedereinstieg von Frauen nach der Familienzeit. "Das Geschehen am Arbeitsmarkt wird stärker als bisher von internationalen Entwicklungen beeinflusst." Die Eigenverantwortung und die Eigenständigkeit der Arbeitnehmer würden steigen. "Benachteiligte Gruppen müssen wir deshalb stärker unterstützen", machte er deutlich.
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