Ein breites Kunstspektrum

Andrea Lamest (links) und Tone Schmid (rechts) führten am Sonntag durch die Ausstellung im Künstlerhaus und stellten sich den Fragen der Besucher. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
24.02.2015
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Ein Hirschgeweih, die Zerstörung der Natur, überlappende Foto-Negativstreifen sind einige Themen, die zum Betrachten und Nachdenken anregen. Die Regierung der Oberpfalz präsentiert in der Kebbelvilla weitere Werke.

Der Künstler Tone Schmid aus Weiden hat ein elektrisch gesteuertes, klapperndes Hirschgeweih geschaffen und stellt es derzeit im Oberpfälzer Künstlerhaus aus.

Eingriffe des Menschen

Beim Künstlergespräch am Sonntag verriet er den Besuchern die Intention seiner außergewöhnlichen Schöpfung: "Die Hörner ergänzen und bekriegen sich" . Sie stünden für Veränderung und Zerstörung. Er befasse sich seit langem künstlerisch mit Kinetik, so Tone Schmid, und wolle damit einen Beitrag zur Entschlackung in dieser schnelllebigen Zeit leisten.

Gegen die Zerstörung der Natur hat der im März 2014 verstorbene Maler Bernhard Fuchs (Neumarkt) angekämpft. Seinen Töchtern Marie Fuchs und Rebekka Maget hat er ein umfangreiches Lebenswerk hinterlassen, von dem ein Teil im Künstlerhaus zu sehen ist. Seine Bilder geben einen Eindruck von den Eingriffen des Menschen in die Natur. Elf neue Kunstwerke hat der Bezirk im Jahr 2014 seiner Sammlung hinzugefügt.

Genau hinzusehen lohnt sich bei den Fotos des Nabburger Künstlers Jürgen Böhm, der dies- und jenseits der tschechischen Grenze Bauwerke aufgespürt hat, die sich sehr ähnlich sind. Die Negative hat er wie Röntgenbilder übereinander gelegt und will damit beweisen, wie gering die Unterschiede zwischen manchen Gebäuden in Ost und West waren. Mit von der Partie in der Sammlung sind außerdem farbenkräftige Werke der Malerin Annegret Hoch aus Cham. Rund 150 Werke von 69 Künstlern aus der Region hat der Bezirk in den vergangenen Jahren angekauft, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Diese schlummern keineswegs hinter verschlossenen Türen, sondern werden regelmäßig ausgestellt. Dafür will Künstlerhausleiterin Andrea Lamest sorgen. Sie moderierte am Sonntag das Künstlergespräch.
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