Ein doppelter Abgesang

Angezählt ist 2014, gebannt wartete die Feierschar auf den Jahreswechsel.
Lokales
Schwandorf
02.01.2015
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Finale auf dem Schwandorfer Marktplatz: "This could be the last time" - der Stones-Hit hätte als Motto für den Abend gepasst. Aber "Tonegift" setzte statt auf Abschiedsschmerz auf Rock'n'Roll.

"Blue suede shoes" wären zwar am Mittwoch das denkbar schlechteste Schuhwerk gewesen, aber dank Frontfrau Manuela Förster und ihrer Truppe kamen die rund 500 Gäste auf dem Marktplatz schnell in Bewegung. Zur letzten Silvesterparty, die die Stadt veranstaltete, rockte "Tonegift" den Platz mit Cover-Hits. Und Oberbürgermeister Andreas Feller setzte auf prägnante Kürze. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt, richtig frieren musste also keiner. Außerdem waren reichlich Heizstrahler aufgestellt. Heiße Getränke wärmten von innen, heißer Rock von außen: Es war also angerichtet für eine gelungene Feier.

Das "Honky Tonk Woman" durfte gerade noch durch Memphis streifen, ehe es an den Countdown ging: Gitarrist Martin "Boots" Niedermeier läutete die letzten zehn Sekunden des Jahres 2014 ein, und pünktlich ließ Oberbürgermeister Andreas Feller mit den Gästen die Korken knallen: "Ich wünsche Ihnen allen ein gutes, gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr" - da fielen sich auf dem Marktplatz schon die Menschen in die Arme, funkelten rundherum die Wunderkerzen.

Es knallten auch wirklich beinahe nur Sektkorken: Fast alle Besucher hielten sich an das Feuerwerks-Verbot direkt im Partybereich. Nur ein paar Unbelehrbare ließen es krachen, dafür mit ein paar großen Kanonenschlägen. Rund um den Marktplatz hielt sich das Feuerwerk auch in Grenzen. Spätestens kurz nach Mitternacht wäre es sowieso nicht mehr zu sehen gewesen. Dichter Nebel legte sich über die Dächer der Stadt.

"Old time Rock'n'Roll": Der Bob Seger-Kracher ist Programm bei "Tonegift": Viele Klassiker der Rock- und Popgeschichte packten Manu Förster (Gesang), Boots Niedermeier (Gitarre, Gesang), Toni Götz (Keyboards), Matz Beer (Bass) und Mike Helgath (Schlagzeug) teils in modernes Gewand - und die Schwandorfer ließen sich nicht zweimal bitten, mit zu grooven. Zur Hochform lief Sängerin Manu bei Songs wie Whitesnake's "Here I go again" oder bei Nummern von Melissa Etheridge auf.

Das war's also mit den Silvesterparties auf dem Marktplatz. Zum "Finale" war alles friedlich, bestätigte die Polizei. Das Sicherheitskonzept hatte geklappt - aber wohl letztlich auch das Ende der Parties besiegelt: Mit allem Drumherum kostete jede Silvesterfeier rund 11000 Euro. Zu viel für eine Fete, die nur gut zwei Stunden dauert, befand der Kulturausschuss. Ursprünglich sollte die Party 2006 ohnehin ein einmaliges Ereignis sein, als Abschluss des Jubiläumsjahrs der Stadt. Immerhin neun Auflagen wurden daraus.

Das war's also mit den Silvesterparties auf dem Marktplatz. Zum "Finale" war alles friedlich, bestätigte die Polizei. Das Sicherheitskonzept hatte geklappt - aber wohl letztlich auch das Ende der Parties besiegelt: Mit allem Drumherum kostete jede Silvesterfeier rund 11 000 Euro. Zu viel für eine Fete, die nur gut zwei Stunden dauert, befand der Kulturausschuss. Ursprünglich sollte die Party 2006 ohnehin ein einmaliges Ereignis sein, als Abschluss des Jubiläumsjahrs der Stadt. Immerhin neun Auflagen wurden daraus.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/silvester-schwandorf
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