Ein Stein zur Erinnerung

Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Weinberg weihten den Gedenkstein am Grillparzer-Platz gemeinsam mit OB Andreas Feller ein. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
02.09.2015
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Sie sind nach 80-jährigem Bestehen derzeit "obdachlos". Die Siedler können nun zumindest auf einen optischen Treffpunkt verweisen. Der Granitstein führte sie am Montag zusammen.

Die Siedlergemeinschaft Weinberg ist ohne Vereinsheim, seit sie keinen Zutritt mehr zum alten Pfarrsaal im Keller des Kindergartens hat. Seitdem treffen sich die Mitglieder an verschiedenen Standorten. Das 80-jährige Bestehen feierten sie im Oktober 2014 in der Vereinsgaststätte der Eichhornschützen Kronstetten.

Jetzt ist ein zentraler Treffpunkt am Grillparzer-Platz entstanden. Dort ließ der Verein einen Granitstein setzen mit der Aufschrift "Siedlergemeinschaft Schwandorf-Weinberg, gegründet 1934" . Steinmetz-Meisterin Julia Pröll suchte nach einem passenden Findling, setzte ihn auf ein Betonfundament und beschriftete ihn. Bei einem Glas Sekt feierte der Verein am Montag zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Feller, der das Engagement der Mitglieder lobte,"Einweihung". Auch wenn aus der einstigen Siedlergemeinschaft inzwischen der Verband "Wohneigentum Schwandorf-Weinberg" geworden sei, habe sich an der Zielsetzung nichts geändert, erklärte Vorsitzender Erhard Habermeier.

Der große Aufschwung

Lediglich die Schwerpunkte hätten sich verschoben. Standen früher der Geräteverleih und der Versicherungsschutz im Vordergrund, so gelte heute das Hauptaugenmerk dem geselligen Zusammenhalt der 360 Mitglieder starken Gemeinschaft. Im Sommer 1934 entstanden auf dem damals kahlen Weinberg die ersten Häuser. Richtig aufwärts ging es in den 1950er-Jahren, als sich immer mehr Familien dort ansiedelten und große Gärten anlegten. Mit der Ansiedlung des Bundesgrenzschutzes, dem Bau von Kirche, Kindergarten und Realschule sowie der Gründung des Sportclubs und des Schäferhundevereins begann das Leben auf dem Weinberg immer stärker zu pulsieren.

Von den ehemaligen Siedlerhäusern sei nur noch ein einziges "im alten Stil" übrig geblieben, sagt Vorsitzender Erhard Habermeier. Alle anderen seien aus- und umgebaut oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt worden. Wenigstens ein Gedenkstein soll nun an die Anfangsjahre der Gemeinschaft erinnern.
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