Einsatz für Erdkabel

Lokales
Schwandorf
17.10.2015
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Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier zeigt sich optimistisch: Die Erdverkabelung von Hochspannungsleitungen rücke näher. Das gelte eventuell auch für den "Ostbayernring", der durch Schwandorf verlaufen wird.

Diesen Schluss zieht der energiepolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Karl Holmeier, nach einer Expertenanhörung mit dem Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie zur bundesweiten Erdverkabelung relevanter Höchstspannungsleitungen. Die Anhörung ist Bestandteil des Gesetzgebungsprozesses zum "Energieleitungsausbaugesetz", heißt es in einer Pressemitteilung. Davon ist mit dem "Ostbayernring" und möglicherweise auch einer Gleichstrompassage die Region Schwandorf betroffen. An der Anhörung nahm auch Oberbürgermeister Andreas Feller teil.

Auf allen Trassen

Karl Holmeier zeigte sich nach der zweistündigen Anhörung sehr zuversichtlich: "Wir sind unserem Ziel der Erdverkabelung von Teilen des Ostbayernringes im Bereich von Schwandorf heute ein gutes Stück näher gekommen. Ich werde nun alle Hebel in Bewegung setzen, um gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung die Erdverkabelung voranzutreiben." Holmeier hatte sich bereits bei den ersten Beratungen zum Energieleitungsausbaugesetz in seiner Rede im Bundestag betont: "Die Erdverkabelung muss bei allen Trassen möglich sein. Das sollte auch im Fall eines Ersatzneubaus gelten."

Einen Schwerpunkt der Erdverkabelung des "Ostbayernringes" sieht Holmeier im Bereich der Kreisstadt Schwandorf. Dort reicht der "Ostbayernring", je nach Trasse, nahe an die Wohnbebauung heran. Für Karl Holmeier ist es daher "unverständlich, dass der Ostbayernring im Entwurf des Bundesbedarfsplangesetzes nicht als Pilotprojekt für eine Erdverkabelung aufgeführt wird."

Grundsätzlich möglich

In der Anhörung haben die Experten weitestgehend bekräftigt, dass die Erdverkabelung möglich und zudem wirtschaftlich sinnvoll sei. Als Experte war auch Lex Hartmann, der Geschäftsführer des Netzbetreibers Tennet TSO, geladen. Er hat den Ausschussmitgliedern - wie bereits vor zwei Wochen gegenüber Holmeier - versichert, dass es für Tennet kein Problem darstelle, Teile des Ostbayernringes mit Erdkabeln zu versehen. Der Bau eines modernen und leistungsfähigen Energieleitungsnetzes müsse den Anforderungen und Bedürfnissen der Menschen angepasst werden. Dort, wo keine Menschen betroffen seien, habe es keinen Sinn, Felder und Wiesen mittel Erdverkabelung zu zerschneiden. "Wir wollen einen ausgewogenen Schutz von Mensch, Tier und Natur. Wir müssen die Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen, denn die Energiewende schaffen wir nur mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nicht gegen sie", so Holmeier bei der Anhörung.

Im Anschluss an die Anhörung hat Karl Holmeier in seiner Funktion als energiepolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe verschiedene Erdkabelhersteller zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, damit sich die CSU-Abgeordneten einen Eindruck von der Technik der Erdverkabelung verschaffen konnten.
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