Eitel Sonnenschein bei der CSU

Staatssekretär Albert Füracker versicherte seinen Schwandorfer Parteifreunden: Er werde schon darauf achten, dass bei der Behördenverlagerung die Ausgewogenheit innerhalb der Oberpfalz gewahrt bleibt. Bilder: Baehnisch (2)
Lokales
Schwandorf
12.01.2015
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Die CSU zeigte sich überwältigt vom Andrang bei ihrem Neujahrsempfang. Die Sitzplätze reichten im repräsentativen Müllkraftwerk-Saal bei weitem nicht aus. Als Hauptredner versicherte Finanz-Staatssekretär Albert Füracker, dass sein Augenmerk den Schwandorfer Anliegen gelten werde.

Ortsvorsitzende Martina Englhardt-Kopf strahlte. Sie freute sich, dass viele geladene Ehrenamtliche kamen. Und sie freute sich im Rückblick auf das Wahljahr 2014 über den "historischen Doppelsieg" für die CSU in Stadt und Landkreis. Ihr pflichtete sodann auch Kabinettsmitglied Albert Füracker bei: "Die beiden Wahlsieger in Schwandorf, Thomas Ebeling und Andreas Feller, sind der ganze Stolz der Oberpfälzer CSU".

In seiner einstündigen Festrede ging Füracker zunächst auf Themen ein, die öffentliche Diskussionen beherrschen. Aus den Anschlägen von Paris leite die Bayerische Staatsregierung die große Aufgabe ab, an der Stärkung des Sicherheitsgefühls zu arbeiten. In der Asylpolitik werde sie sich daran orientieren, dass denjenigen Menschen geholfen wird, die wirklich Hilfe brauchen. In Deutschland selbst sei es den Bewohnern noch nie so gut gegangen wie jetzt. In Bayern wolle die CSU den Verfassungsauftrag erfüllen und gleichwertige Lebensverhältnisse im gesamten Freistaat schaffen. Dazu gehöre es nicht, auf dem Land eine Oper zu bauen. Es gehe darum, dafür zu sorgen, dass sich die jungen Leute selber aussuchen können, wo sie gerne arbeiten und leben möchten. Für die CSU beginne der Mensch nicht erst mit dem Abitur oder dem Hochschulstudium, ihr sei jeder Handwerker genauso wichtig.

Schlenker zu Seehofer

Der aus Parsberg im Landkreis Neumarkt stammende Landespolitiker rief dazu auf, den ländlichen Raum nicht schlecht zu reden, sondern die hohe Lebensqualität anzuerkennen: "Der Seehofer behauptet ja nicht, dass wir im Paradies leben, sondern in der Vorstufe zum Paradies", sorgte er auch für Erheiterung im Saal.

Der Staatssekretär im Ministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat lobte die CSU-Politik. Zum Beispiel beim Breitband-Ausbau: Keine Regierung in Europa nehme so wie Bayern dafür 1,5 Milliarden Euro in die Hand. Diese Förderung bedeute noch gar nicht zwangsläufig das Ende der Fahnenstange. Wenn bis 2016 alle Planungen der über 2000 bayerischen Kommunen vorliegen, "müssen wir halt nochmal drauf schauen". Er kündigte an, dass es notfalls einen Nachschlag geben werde, um das Ziel der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet bis 2018 zu erreichen.

Wo endet der Norden?

Albert Füracker kam auch auf den Beschluss zu sprechen, in den nächsten fünf bis zehn Jahren rund 1500 Beamtenstellen zu verlagern. Daran solle ja auch die nördliche Oberpfalz teilhaben. Die Frage sei nur, wie weit sie letztlich reiche. An dieser Stelle machte der Staatssekretär ein Versprechen ohne es zu konkretisieren: "Ich achte sehr darauf, dass wir in Schwandorf eine Ausgewogenheit für die ganze Oberpfalz erreichen".

Der kräftige Beifall war ihm dann gewiss. Martina Englhardt-Kopf schenkte dem Gast die CSU in süßen Buchstaben und weitere Leckereien aus einer Schwandorfer Confiserie.

Während des Neujahrsempfangs traten auch vier Grußwortredner ans Pult. Es sprachen OB Andreas Feller, Landrat Thomas Ebeling, MdL und Kreisvorsitzender Alexander Flierl sowie MdB Karl Holmeier. Für die musikalische Begleitung sorgte das Stadtstreicher-Duo Günter Schmid und Johannes Bauer. Der Empfang endete mit der gemeinsam gesungenen Bayern-Hymne und der Bewirtung der rund 200 Gäste.
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