Ersatz für gefährliche Kreuzung

So soll der Umbau der "Teunzer Kreuzung" erfolgen: Die Staatsstraße 2156 (links) wird direkt an die B 22 angebunden (oben). Die Kreisstraße SAD 42 zweigt davon ab und wird an der Stelle der jetzigen Kreuzung (rechts) über die Bundesstraße in den Ort geführt. Plan: Bauamt Amberg-Sulzbach
Lokales
Schwandorf
11.05.2015
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Beim Umbau der "Teunzer Kreuzung" weicht das Staatliche Bauamt von seinem ursprünglichen Plan ab. Es bevorzugt jetzt eine Lösung, die auch die Gemeinde und der Landkreis mittragen. Wann sie verwirklicht wird, bleibt offen.

Vor über einem Jahr war das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden. Es zeigte sich schnell: Mit seinem Vorhaben, die Kreuzung mit einer Brücke zu ersetzen und die B 22 über einen neuen Straßenast an die Staatsstraße 2156 anzubinden, löste das federführende Bauamt Amberg-Sulzbach in Teunz keine Begeisterung aus. Es entwarf dann drei weitere Varianten, die der Bauausschuss des über die Kreisstraße SAD 42 auch beteiligten Landkreises am Montag im Landratsamt zu sehen bekam.

Zusätzlich zu einem Links- und einem Rechtsversatz beim Anschluss der Staats- an die Bundesstraße präsentierten Behördenleiter Henner Wasmuth und Planungschef Frank Viehmann auch eine vierte Variante, die sich schließlich als mehrheitsfähig erwies. Sie sieht vor, die Staatsstraße 2156 nördlich der jetzigen Kreuzung direkt an die sogenannte "Ostmarkstraße" zu führen. Der Verkehr von und nach Teunz wird über eine Überführung an der Stelle der nunmehrigen Kreuzung und ein neues Straßenstück mit der Staatsstraße verbunden. Von dort aus kann er sowohl zur B 22 als auch in Richtung Nabburg (und jeweils umgekehrt) weiterfließen.

Kreisverkehr: Für und Wider

Landrat Thomas Ebeling unterstrich den Sinn der Bürgerbeteiligung. Daraus entwickelte sich die gefundene Lösung, die deutlich von den anfänglichen Vorstellungen des Amtes abweicht und von vielen bisherigen Einwendern jetzt ebenfalls befürwortet wird. Die Kreisräte Alfred Damm (ÖDP) und Rudolf Sommer (Grüne) gaben in der Sitzung zu verstehen, dass sie den Bau eines Kreisverkehrs bevorzugt hätten. Dadurch, so argumentierten sie, ließen sich der Flächenverbrauch reduzieren, das Unfallrisiko minimieren und die Kosten senken. Leitender Baudirektor Wasmuth riet dringend davon ab. Auf freier Strecke einer vielbefahrenen Erschließungsachse sei ein "Kreisel" nicht sinnvoll. Er sei außerdem nur bei gleich starken Verkehrsströmen in alle Richtungen zu favorisieren.

Kreis muss mitzahlen

An den Umbaukosten muss sich neben dem Bund und dem Freistaat auch der Landkreis beteiligen. Gemessen an den relevanten Straßenbreiten kommen auf ihn rund 20 Prozent der Gesamtbaukosten zu. Insgesamt werde das Projekt etwa 3,5 Millionen Euro verschlingen; die drei verworfenen Alternativen bewegten sich zwischen 2,3 und 4,0 Millionen. Somit liegt der Kreisanteil bei 700 000 Euro, wovon er voraussichtlich 55 Prozent an Zuschuss bekommt. Unter dem Strich wird er also nicht mehr als allerhöchstens 350 000 Euro zu zahlen haben.

Mit den Plänen und dem Abschluss einer Kostenvereinbarung erklärte sich der Ausschuss einverstanden. Nur Damm und Sommer stimmten dagegen. Das Amt machte in der Sitzung keine Angaben zur voraussichtlichen Bauzeit. Die Entschärfung des Unfallschwerpunktes wird seit mehreren Jahren erwartet.
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