Erste Nacht im neuen Heim

Zahlreiche Freiwillige hießen am Dienstag gemeinsam mit Bürgermeisterin Ulrike Roidl (stehend, rechts) die Asylbewerber im Gemeinschaftshaus Dachelhofen willkommen. Auch Pfarrer Eugen Thumann (Zweiter von links) begrüßte die Flüchtlinge. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
08.09.2015
7
0

"Ich hoffe, Sie haben die Nacht gut verbracht". Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl hieß die Flüchtlinge am Dienstagvormittag willkommen. 22 Asylbewerber bezogen am Montag ihre Wohnungen im ehemaligen Gemeinschaftshaus Dachelhofen. Am Donnerstag werden weitere erwartet.

Angekommen sind syrische Familien mit kleinen Kindern. Sogar Babys sind dabei. "Wir brauchen dringend Windeln", appellierte zweite Bürgermeister Ulrike Roidl an die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Benötigt werden auch gebrauchte Fahrräder für die Kinder und die Erwachsenen. Franz Brunner ist bei der Regierung der Oberpfalz zuständig für die Betreuung der Gemeinschaftsunterkünfte. Er zeigte sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte vor Ort.

Sie sei gerade in der Anfangsphase wichtig, denn: "Die Neuankömmlinge haben noch kein Bleiberecht". Wollen die Flüchtlinge teilhaben am öffentlichen Leben, seien sie auf die Unterstützung Freiwilliger angewiesen. "Wir helfen Ihnen, wo wir nur können", versprach Franz Brunner den Asylbewerbern. Nur nicht in einem Punkt: Im Asylverfahren. Dies sei Aufgabe der Behörden.

Betreuung aus Teublitz

Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Zentralstelle in Teublitz-Koppenlohe aus betreut. Der dortige Hausmeister Max Schuierer schaut mehrmals in der Woche in der Außenstelle nach dem Rechten. Für eine Ganztagesstelle ist die Unterkunft Dachelhofen mit 60 Plätzen zu klein.

Mit Transparenten wie "Herzlich willkommen" begrüßten die ehrenamtlichen Helfer am Dienstag die Flüchtlinge. Auch Pfarrer Eugen Thumann bekundete seine Solidarität mit den Vertriebenen und bot seine Unterstützung an. Dies tat auch die Initiative "Fremde werden Freunde", die sich vor einigen Wochen in Dachelhofen gegründet hat und die die Ankömmlinge mit Hausrat, Spielsachen und Kleidung versorgten. Der Edeka-Markt an der Dachelhofer Straße schnürte spontan Nahrungsmittelpakete.

Sprachpaten gesucht

"Die Sprache ist der Schlüssel für die Integration". Regierungsvertreter Franz Brunner ermunterte die Flüchtlinge, möglichst schnell Deutsch zu lernen. Er hofft dabei auf Unterstützung durch ehrenamtliche Sprachpaten aus der Bevölkerung.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.