Fairer Handel hat seinen Preis

Kostbar-Betreiberin Alexandra Fleischmann serviert dem Sprecher der Steuerungsgruppe, Alfred Damm (rechts), "fairen" Kaffee und Orangensaft. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
12.05.2015
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Seit Juni 2014 darf sich Schwandorf "Fair-Trade-Stadt" nennen. Die Steuerungsgruppe hat sich bei der Bewerbung verpflichtet, ein Netzwerk aus Handel, Schulen, Vereinen und Kirchen zu knüpfen. Was daraus geworden ist, erläuterte Sprecher Alfred Damm in einer Zwischenbilanz.

Zum Fair-Trade- Gedanken gehört es für die Steuerungsgruppe, die Gastronomie zum Verkauf von Produkten aus der Dritten Welt zu ermuntern. Deshalb hatte der ÖDP-Stadtrat die Kostbar am Montag als Treffpunkt für ein Pressegespräch gewählt. Inhaberin Alexandra Fleischmann bietet ein Frühstück mit Kaffee, Tee, Müsli und Orangensaft aus "fairem Handel" an. Sie bezieht die Ware aus dem Eine-Welt-Laden in Fronberg. "Ich habe mich bewusst dafür entschieden und zeige mich solidarisch mit den Herstellern", erklärt die Kostbar-Betreiberin. Wohlwissend, dass ihr "faires" Frühstück "seinen Preis" hat.

Die Idee der Nachhaltigkeit und des fairen Handels bezieht sich auch auf die regionalen Erzeugnisse. Ein Betrieb, der seit vielen Jahren für die Direktvermarktung steht, ist das Hof-Cafe Brunner in Richt. Apollonia Brunner und ihre Tochter Veronika Peters bieten Fleisch und Wurst aus eigener Produktion an und beziehen die übrigen Waren von regionalen Händlern. Stadtrat Alfred Damm ist zufrieden, "wie es momentan in Schwandorf läuft". Er ist guten Mutes, weitere gastronomische Betriebe für die Idee gewinnen zu können. Momentan ist er auch mit der Mittelschule in Dachelhofen und der Kreuzbergschule im Gespräch.

Erste Schule in Bayern

Auch sie wollen den Fairtrade-Gedanken im Unterricht thematisieren und ein Schulteam bilden, das den Antrag auf Anerkennung als Fairtrade-Schule vorbereiten soll. Diesen Prozess hat die Grundschule Fronberg bereits hinter sich. "Regional, saisonal, bio, fairtrade". Auf diese Reihenfolge achtet Schulleiterin Maria Juraske bei der Zusammenstellung des "gesunden Pausebrots".

Für sie macht es keinen Sinn, Lebensmittel aus der Dritten Welt einzuführen, "die es frisch bei uns gibt". Fronberg war die erste Grundschule in Bayern, die im März das "Fairtrade-Siegel" verliehen bekam.
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