Familie als Ruheanker

Susanne und Andreas Feller (Mitte) fühlen sich von gegenseitigem Vertrauen getragen. Severin Huf, Theresia Waldschmitt und Hannah von Glasow (von links) begleiteten den Vortrag des Oberbürgermeisters musikalisch. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
26.06.2015
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Susanne und Andreas Feller kennen sich seit 21 Jahren, sind seit zehn Jahren verheiratet und fühlen sich von gegenseitigem Vertrauen getragen. Und letztlich spielt der Glaube an Gott eine Rolle. In der Spitalkirche wurde darüber gesprochen.

Seit der Wahl zum Oberbürgermeister habe sich dieses Gefühl verstärkt, sagt Andreas Feller. "Katholisch, aber nicht übergläubig": Feller geht in die Kirche, auch wenn ihn sein Ortspfarrer "gelegentlich vermisst". Vertrauen erfuhr der Oberbürgermeister auch in seinem früheren Beruf als Mitinhaber eines IT-Unternehmens. Plötzlich kandidierte er, der Geschäftspartner, für das Amt des Oberbürgermeisters, musste sich Zeit für einen aufwendigen Wahlkampf nehmen, um am Ende vielleicht doch wieder zurückzukehren. Das Vertrauen seiner Mitarbeiter habe ihn bestärkt, dieses Risiko einzugehen.

Auch Höhepunkte

Nach dem Wahlsieg fühlte sich Andreas Feller zunächst "wie ein Champions-League-Sieger". Doch schnell holte ihn der Alltag ein. Das Stadtoberhaupt schmerzt, wenn er mit seinen Vorstellungen "nicht durchkommt" oder "Bittstellern nicht helfen kann". Dafür erlebt er auch Höhepunkte. Zum Beispiel am 8. Mai. In diesem Tag legte er in der französischen Partnerstadt Libourne am Mahnmal einen Kranz nieder. Als erster Schwandorfer Oberbürgermeister. Anlass war eine Feier zum Kriegsende vor 70 Jahren. Anschließend kamen die Veteranen und KZ-Opfer auf ihn zu und schüttelten ihm die Hand. "Von diesem Vertrauensvorschuss war ich überwältigt", gestand Andreas Feller bei seinem Vortrag am Dienstag in der Spitalkirche. Dort sprach er in der Reihe "Leben mit Gott im Alltag" über "Gottvertrauen". Feller war der letzte von fünf Rednern.

"Optimismus, Realismus, Gottvertrauen" - Mit dieser "guten Mischung" geht der Oberbürgermeister in den Tag. In seiner freien Zeit fühlt er sich "gut aufgehoben" in seiner Familie. Die stellvertretende Vorsitzende der katholischen Erwachsenenbildung, Ingeborg Baier, griff das Thema des Abends auf und sprach vom Urvertrauen des Neugeborenen zu seiner Mutter, das später seine Steigerung im Gottvertrauen finde. Theresia Waldschmitt (Flöte), Hannah von Glasow (Violoncello) und Severin Huf (Klavier) spielten begleitend Werke von Bach, Vivaldi und Telemann.
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