"FC wieder auf gutem Weg"

Lokales
Schwandorf
02.11.2015
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Der FC Schwandorf hat sich sportlich und finanziell auf niedrigem Niveau konsolidiert. "Wir sind immer noch breit aufgestellt", betonte Vorsitzender Reinhard Mieschala bei der Hauptversammlung am Freitag in der Vereinsgaststätte. Der Traditionsverein steht allerdings vor gewaltigen Herausforderungen.

Die Fußballer sind für den Vorsitzenden zur "größten Baustelle" geworden. Nach dem Abstieg in die Kreisklasse bangen sie schon wieder um den Ligaerhalt. Den Verlust der Schwimmabteilung hat der Verein inzwischen abgehakt, auch wenn er schmerzlich war. Die Zahl der Mitglieder sank von über 1000 auf aktuell 855. "Nach dem Skiclub und dem TSV Schwandorf sind wir aber immer noch der drittgrößte Sportverein in der Stadt", betonte Reinhard Mieschala. Sorgen bereitet ihm allerdings "die ungünstige Altersstruktur".

Instandhaltung als Kraftakt

Positive Auswirkungen hatte die Beitragsanpassung. Kassenverwalter Alex Eigenseher schloss den Haushalt mit einem leichten Plus ab. Das laufende Darlehen zahlt der Verein mit den Einnahmen aus dem Wirtschaftsbetrieb zurück. Zu einem Kraftakt hat sich die Instandhaltung der in die Jahre gekommenen Sportanlagen entwickelt. Für den Bezirkssportleiter des "Verbandes Deutscher Eisenbahner Sportvereine", Johannes Kulacz, hat der Verlust der Schwimmabteilung einen positiven Nebeneffekt: "Der Anteil der Eisenbahner unter den Mitgliedern hat sich damit erhöht." Der Verein könne mit weiteren Vergünstigungen beim Mietzins rechnen. Momentan zahlt der FC Schwandorf für das 43 000 Quadratmeter große Gelände eine Pacht von 500 Euro im Jahr.

Der VDES-Vertreter machte dem "FC ESV Schwandorf" ein Kompliment: "In meinem Bezirk kenne ich keinen Verein dieser Größenordnung, der mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließt." Darüber freute sich auch zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl, die den Verantwortlichen bescheinigte: "Der FC Schwandorf ist wieder auf einem guten Weg". Kassenrevisor Frank Thalhofer will den Mitgliedern die Entlastung des Vorstandes erst dann empfehlen, wenn der Bericht des Steuerberaters vorliegt. Er wird auch die Bilanzen der Abteilungen enthalten, die eigene Kassen führen. "Wir haben nichts zu verbergen", machte Vorsitzender Reinhard Mieschala deutlich.

Jahrzehntelange Treue

Der Verein ehrte langjährige Mitglieder: Richard Blank und Karl Steinbacher für 65 Jahre, Günter Schmid und August Dengler für 60 Jahre, Willi Huber für 55 Jahre, Reinhard Mieschala für 50 Jahre, Kurt und Sigrid Mieschala für 40 Jahre, Renate Vogl für 35 Jahre, Markus Schuster sowie Christian und Michael Rinn für 30 Jahre, Willi Rechenberg für 25 Jahre, Jürgen Schieder für 20 Jahre, Heike und Frank Heilmann sowie Julia von der Sitt für 15 Jahre, Marie Mieschala, Bernhard Fick, Marco Sandner und Maria Schmidt für 10 Jahre.
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