Finissage zur Sonderausstellung im Stadtmuseum
Grauen des Krieges

Die Sonderausstellung "Kriegs-Sterbe-Bilder aus Schwandorf" endet am Sonntag mit einer Finissage. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
05.02.2015
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Die derzeitige Sonderausstellung "Kriegs-Sterbe-Bilder aus Schwandorf" ist nur noch diese Woche zu sehen und endet kommenden Sonntag, 8. Februar. Das Stadtmuseum lädt daher am letzten Ausstellungstag zu einer Finissage ein, wobei zwei außergewöhnliche literarische Werke zum Ersten Weltkrieg im Mittelpunkt stehen.

Ab 16 Uhr wird es eine Lesung aus dem Tagebuch von Franz Gutneder geben, veranstaltet mit der Enkeltochter Sigrid Eberl-Kellerer, die das Tagebuch ihres Großvaters zusammen mit ihrer Mutter übertragen und digitalisiert hat.

Die Aufzeichnungen sind ein einzigartiges Zeitzeugnis und stehen unter dem Motto "Das Kriegstagebuch des Franz Gutneder - Von einem, der einmal weit fort kommen wollte". Anschließend gibt es einen kurzen literarischen Einblick in die Erzählung "Der Feind" von Erich Maria Remarque, gelesen von Carolin Schmuck, Historikerin und Leiterin des Stadtmuseums Nittenau. Musikalisch begleitet wird die Lesung der Regensburger Musikerin Nina Riedmann am Cello.

Weltberühmt wurde Erich Maria Remarque mit "Im Westen nichts Neues" (1928), dem wohl bekanntesten Antikriegsroman. Weniger bekannt sind seine zwischen 1930 bis 1931 erschienenen sechs Kriegserzählungen, darunter "Der Feind", die erst 1993 wiederentdeckt wurden. Sie schildern den Ersten Weltkrieg aus der Nachkriegsperspektive. Im Vordergrund stehen nicht die Kampfhandlungen, sondern die Kriegsfolgen, die Schäden und Verwüstungen.

Das Stadtmuseum Schwandorf und die Sonderausstellung ist am Sonntag ab 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet dabei lediglich einen Euro, ermäßigt 50 Cent.
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