Fischerei-Aktionsgruppe stellt Konzept vor - 650 000 Euro wären von der Europäischen Union zu ...
Fördergelder für Oberpfälzer Karpfen an Land ziehen

Teichwirt Hans Schießl aus Asbach gehört zum Steuergremium für die Projektauswahl. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
15.07.2015
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Das "Karpfenland Mittlere Oberpfalz" will an der Förderung aus dem "Europäischen Meeres- und Fischereifonds" teilhaben. Es ließ deshalb von der "Fischereilichen Lokalen Aktionsgruppe" (FLAG) ein Konzept entwickeln, das Regionalmanagerin Tina Breitenbach am Freitagnachmittag im Landratsamt vorstellte. Es geht darin um die Vermarktung des Oberpfälzer Karpfens, die Steigerung der Angebotsvielfalt und die Stärkung der regionalen Teichwirtschaft.

Der im vergangenen Jahr gegründete Verein "Regionalentwicklung im Landkreis Schwandorf e.V." besteht mittlerweile aus 144 Mitgliedern. Ein Drittel kam am Freitag zur Versammlung in der Kantine des Landratsamtes. Darunter befanden sich zahlreiche Bürgermeister, Verbands- und Behördenvertreter und Schulleiter. "Wir wollen die Regionalität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Fischerei- und Teichwirtschaft erhalten", nannte Landrat Thomas Ebeling das Ziel.

Schulungszentrum möglich

Für den Zeitraum bis 2020 stehen europaweit 5,8 Milliarden Euro an Fördermittel zur Verfügung. Auf Deutschland entfallen davon 219 Millionen Euro. Die Höchstförderung je Fischwirtschaftsgebiet liegt bei 650 000 Euro. "Diese Summe wollen wir ausschöpfen", gab Regionalmanagerin Tina Breitenbach zu verstehen.

Die Mitglieder billigten das FLAG-Konzept. Der Verein reicht es beim bayerischen Landwirtschaftsministerium ein und hofft auf einen positiven Bescheid, der Voraussetzung für die Teilnahme am europaweiten Aktionsprogramm ist. Kommt grünes Licht aus München, können Kommunen, Vertreter der Teichwirtschaft oder auch Schulen und Behörden Projekte entwickeln und einreichen. Eine Idee machte am Freitag bereits die Runde: ein Schulungszentrum für Fachkräfte der Fischerei.

Kommission gebildet

Ein zwölfköpfiges Steuergremium wertet die eingereichten Projekte aus und schlägt sie für eine Förderung vor. Dieser Jury gehören folgende Personen an: Hans-Hermann Lier (Vorsitzender des Fischereivereins Amberg), Marco Mulzer (Teichwirt in Wackersdorf/Steinberg am See), Michael Jäger (Jugendbetreuer der Nabburger Sportangler), Bernhard Breu (Teichwirt in Pemfling), Joachim Häring (Geschäftsführer des Zweckverbandes "Oberpfälzer Seenland"), Adolf Greiner (Inhaber des Panoramahotels Gütenland), Thomas Ebeling (Landrat Schwandorf), Konrad Bartmann (Geschäftsführer der Teichgenossenschaft Oberpfalz), Franz Gebert (Teichwirt in Pemfling), Hans Schießl (Teichwirt in Asbach bei Schwarzenfeld), Alexandra Beier (Leiterin des Tourismuszentrums in Nabburg) und Inge Gleixner (Heimat- und Bauernmuseum Mappach).

Die Gebietskulisse umfasst den gesamten Landkreis Schwandorf sowie acht Kommunen aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Cham. Tina Breitenbach rechnet damit, "dass schon im Herbst die ersten Projekte bewilligt werden können".
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