"Formel 1" mit der Flosse

Sonja Laemmler (links) und Marie Pöllinger (rechts) überzeugten beim Weltcup in Leipzig mit guten Zeiten - sehr zur Freude ihres Trainers Klaus Scholz. Am Wochenende gehen die beiden Flossenschwimmerinnen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start. Bild: Tietz
Lokales
Schwandorf
08.05.2015
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Flossenschwimmen ist so etwas wie die Formel 1 im Wasser. Mit etwa drei Metern pro Sekunde gleiten die Athleten durch die Becken. Besonders im Nachwuchsbereich sind die Sportler aus Schwandorf nationale Spitze. Für Trainer Klaus Scholz ist das natürlich eine Freude - obwohl es dabei einen Haken gibt.

Mehrere deutsche Meistertitel, zahlreiche Medaillen und gute Platzierungen auch bei internationalen Wettkämpfen: Die Flossenschwimmer des Tauchsportclubs (TSC) Schwandorf machen vor allem im Nachwuchsbereich laut von sich reden. Auch beim fünften Weltcup-Lauf im Leipziger Universitätsbad schnitten die Schwandorfer Nachwuchstalente Sonja Laemmler (Jahrgang 1999) und Marie Pöllinger (Jahrgang 2002) gut ab. Sonja Laemmler - erst seit gut einem halben Jahr beim TSC - erkämpfte sich nach 20,17 Sekunden den 17. Platz über 50 Meter Streckentauchen. Dann folgten 100 Meter Flossenschwimmen, die sie in 52,80 Sekunden absolvierte. Über 50 Meter Flossenschwimmen erreichte sie in 22,97 Sekunden eine weitere Platzierung im Mittelfeld. Marie Pöllinger verbesserte ihre persönliche Bestzeit über 800 Meter Flossenschwimmen auf 8:33,42 Minuten. Damit kam sie auf Platz 21 und konnte 15 Konkurrentinnen hinter sich lassen. Danach startete sie über 100 Meter Streckentauchen, die sie in 48,60 Sekunden absolvierte und den 19. Platz erreichte. Die 400 Meter Flossenschwimmen bewältigte sie nochmals in neuer persönlicher Bestzeit von 4:02,45 Minuten.

An diesem Wochenende sind die beiden zusammen mit einem weiteren Starter des TSC bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock am Start und wollen dort bei der Titelvergabe ein lautes Wörtchen mitreden. Für Trainer Scholz (65) - seit über 40 Jahren Taucher - wäre das natürlich ein weiterer großer Erfolg - auch wenn er oftmals nicht von langer Dauer ist. Nicht selten steht er nämlich vor dem Problem, dass talentierte Athleten nach der Schule zum Beispiel zum Studieren in andere Orte ziehen. Eine weitere Schwierigkeit ist die Tatsache, dass Weltcup-Veranstaltungen - wie der Name schon sagt - auf dem ganzen Globus stattfinden. Wenn zum Beispiel Wettkämpfe in Spanien anstehen - von Kolumbien oder Ägypten ganz zu schweigen - ist das schlicht mit der Schule nicht vereinbar, gar nicht zu reden vom finanziellen Aufwand für den Tauchsportclub.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.tsc-schwandorf.de
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