Friedrich-Ebert-Straße entwickelt sich zum brisanten Thema - Freie Wähler in der ...
Offen lassen, sperren oder beruhigen?

Die Gestaltung der Friedrich-Ebert-Straße steht derzeit im Fokus aller Fraktionen. Soll man den Durchgangsverkehr weiter zulassen oder verbannen? Bild: rid
Lokales
Schwandorf
26.06.2015
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"Wer dem Marktplatz den Verkehr nimmt, entzieht ihm auch das Flair". Werner Müller hält nichts von einer Fußgängerzone in der Innenstadt. Der Vorsitzende der Freien Wähler will die Friedrich-Ebert-Straße weiter offen lassen für den Durchgangsverkehr, sie allerdings "verkehrsberuhigen". FW-Fraktionssprecher Dieter Jäger schlägt dagegen eine Umleitung vor. Zum Meinungsaustausch trafen sich die Freien Wähler am Dienstag im Café Großer. Die Stadtratsfraktionen diskutieren derzeit die Vorschläge des Münchner Gutachters Harald Kurzak, der dem Planungsausschuss eine Teilsperrung der Friedrich-Ebert-Straße vorgeschlagen hat. Das Thema griffen jetzt auch die Freien Wähler bei einer öffentlichen Versammlung auf.

Vorsitzender Werner Müller befürchtet "Staus ohne Ende", wenn der Verkehr über die Pesserl-, Güterhallen-, Ettmannsdorfer- und Naabuferstraße geleitet werde. Ganz zu schweigen von der steigenden Umweltbelastung. Er schlägt vor, die Friedrich-Ebert-Straße offen zu lassen, ihr aber "die freie Durchsicht" zu nehmen. Mit der Schaffung von Kurzparkplätzen auch auf der linken Seite, Begrünung und einer Gestaltung mit Stehtischen an den Lokalen.

"Die Straße soll gefälliger und fußgängerfreundlicher werden", so Müllers Wunsch. Für Stadtrat Lothar Walz wird die Innenstadt zur "toten Zone", wenn man ihr den Verkehr entzieht. Er findet es besser, "wenn sich dort etwas rührt". Sein Kollege Dieter Jäger dagegen will den Durchgangsverkehr aus der Friedrich-Ebert-Straße verbannen. Nach der Abstufung der B 15 habe die Stadt die Chance, den Marktplatz-Zubringer selber zu entwickeln. "Und nun sollten wir unser Wohnzimmer auch neu gestalten", so die Auffassung des FW-Fraktionssprechers.

Er schlägt die Umkehrung der Einbahnregelung in der Schwaigerstraße vor. Auswärtige könnten dann über einen Teil der Friedrich-Ebert- und weiter über die Schwaiger-, Kloster- und Naabuferstraße in Richtung Norden und Westen fahren. Die 1000 Fahrzeuge, die derzeit täglich die Schwaigerstraße nutzten, hätten die Möglichkeit, über das TWF-Gelände oder die Steinberger Straße in Richtung Süden und Osten zu gelangen.

Wer den Marktplatz ansteuere, für den bleibe die Zufahrt über die Bahnhof- und Friedrich-Ebert-Straße. Mit dieser Lösung ließen sich zwischen Wendelinplatz und Schwaigerstraße "30 bis 40 Schrägparkplätze" schaffen , so Dieter Jäger.
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