Fronberg Guss gibt gutes Beispiel

Jochen Surel, Franz Pointl und Florian Knippscheer (von rechts) pflanzten vor den Werkstoren der Firma Fronberg Guss die ersten Kugel-Elefantenbäume. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
28.07.2015
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Die Fronberg Guss hat die Idee von Jochen Surel "für mehr Grün in der Stadt" aufgegriffen und vor den Werkstoren Grünflächen zur Verfügung gestellt. Der 47-jährige, selbstständige Gartengestalter pflanzte in der vergangenen Woche die ersten Kugel-Elefantenbäume.

(rid) Er griff gemeinsam mit Guss-Geschäftsführer Florian Knippscheer zum Werkzeug, der die private Initiative unterstützt. ÖDP-Mitglied Jochen Surel macht sich Sorgen um die Umwelt und beklagt : "Allein in Bayern werden täglich 5600 Quadratmeter Natur für Tankstellen, Autowaschanlagen oder Parkplätze geopfert". Dieser Entwicklung will er gegensteuern.

Nichts mehr gehört

Bei der Bürgerversammlung im November 2014 regte er an, die Stadt sollte doch allen Eltern, die das wollen, die Möglichkeit geben, für jedes neugeborene Kind einen Baum zu pflanzen. Man solle ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen und die Eltern organisatorisch unterstützen. Gehört hat er seitdem nichts mehr.

Wie der städtische Pressesprecher Lothar Mulzer allerdings versichert, will die Verwaltung die Idee im Rahmen des Konzepts "familienfreundliche Stadt" aufgreifen. Die Stadt wolle die Bäume "als kleines Dankeschön für unsere Neubürger" stiften und sie mit Namensschildern versehen.

Unabhängig davon hat Jochen Surel seine Idee von "Baumpatenschaften" ausgeweitet und private Baumspender gefunden. Die ersten beiden Kugel-Elefantenbäume sind inzwischen gepflanzt. Eine Säulenzierkirsche und eine junge Ulme sollen folgen. Guss-Geschäftsführer Florian Knippscheer ließ es sich nicht nehmen, selbst Hand anzulegen. Er sei "sofort Feuer und Flamme" gewesen. Es geht ihm darum, "der Natur etwas zurückzugeben, nachdem wir durch die neue Produktionshalle doch auch Flächen versiegelt haben".

Mehr Blütenpflanzen

Das Beispiel von Fronberg Guss sollte in den Augen des Gartengestalters Schule machen. Nicht nur die Stadt könnte öffentliche Flächen für Baumpflanzungen zur Verfügung stellen, sondern auch Unternehmen, Privatleute oder Vereine. Die Betreuung der Bäume würde Jochen Surel persönlich übernehmen.

Er hat übrigens schon wieder eine neue Idee. Diesmal geht es um die Bienen, deren Bestände weltweit zurückgehen. Surel wünscht sich deshalb, "dass auf Feld-, Straßen- und Wiesenrändern wieder mehr Blütenpflanzen gedeihen können".

Wer sich an den Aktionen beteiligen will , kann sich bei Jochen Surel unter der Telefonnummer (0 94 31) 4 28 55 melden.
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