Gebündelte soziale Kompetenz

Mitglieder des Netzwerkes "Soziale Fachberatung" zeigt unser Foto beim "Vernetzen". Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
11.11.2015
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Das Netzwerk "Soziale Fachberatung" feiert im Landkreis sein 20-jähriges Bestehen. Es half in dieser Zeit vielen Menschen, nicht ins soziale Abseits zu geraten. Eines seiner Projekte genießt bis heute Modellcharakter.

Das "Netzwerken" begann im Oktober 1995 als Arbeitsgespräch unter Kollegen der verschiedenen Beratungsfachdienste. Die Intention des Treffens war, eine Möglichkeit zu schaffen, um sich untereinander besser kennen zu lernen, die Kooperation zu verbessern und sich fachlich auszutauschen. Die Idee eines Netzwerkes "Soziale Fachberatung im Landkreis Schwandorf" war geboren. Seit 20 Jahren treffen sich nun zweimal jährlich die sozialen Beratungsstellen und bearbeiten wechselnde Themenschwerpunkte.

Bei fast allen Sorgen

Mit dem Netzwerk entstand eine verlässliche Informationsstruktur. Sie eröffnet auch die Chancen, aus dem eigenen Berufsfeld heraus zu blicken, neue Anregungen zu erhalten und Wissen zu erweitern. Ohne die hervorragend vernetzten Beratungsstellen würden mittlerweile viele Menschen ins soziale Abseits geraten. Bei der Beratung von Familien, bei der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, bei der Unterstützung von Schwangeren oder in der Hilfe bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit, bei psychischen Problemen oder Problemen im Alter aber auch Sucht und Schulden sind die Stellen des Netzwerkes gefordert. Die Fachkräfte sind oft erster Gesprächspartner bei Not, Verzweiflung und Hilflosigkeit - sowohl bei Betroffenen, als auch Angehörigen. Aber auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und das Benennen sozialer Schieflagen und sozialer Probleme der Bevölkerung stehen im Zentrum des Netzwerks.

Bonus für Bedürftige

Ein Projekt, der "SAD-Pass", ist ein gutes Beispiel, was gemeinsames Arbeiten über Institutionsgrenzen hinaus bewirken kann. Im Jahr 2000 begann das Netzwerk mit den Vorbereitungen für diesen "Sozialpass", der dann 2002 als "SAD-Pass" startete, auch dank der Kooperationsbereitschaft des Landratsamtes. Der mittlerweile etablierte Pass besitzt bis heute Modellcharakter im ländlichen Raum und ermöglicht ein breites Ermäßigungsangebot für Bedürftige.
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