Geschäftsmodell macht stark

Von einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2014 berichteten die beiden Sparkassen-Vorstände Werner Heß (links) und Wilfried Bühner. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
30.04.2015
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Mehr Spareinlagen und Kredite: In einem nach eigenen Angaben "fortgesetzt schwierigen" Umfeld konnte sich die Sparkasse im Landkreis gut behaupten. Müsste ihr Vorstandschef Werner Heß das Geschäftsjahr 2014 mit einem Wort bilanzieren, würde er sagen: "zufriedenstellend". Das laufende Jahr ist mit Risiken behaftet.

Die Niedrigzinsphase und steigende regulatorische Anforderungen machen den Banken zu schaffen. In ihrem Jubiläumsjahr, in dem sie das 175-jährige Bestehen feierte, schaffte es die Sparkasse dennoch, ihre Kunden mit Qualität und Sicherheit zu überzeugen. Das betonten die beiden Vorstände Werner Heß und Wilfried Bühner, als sie am Mittwoch die Geschäftszahlen für das Jahr 2014 vorstellten.

Mit einer Bilanzsumme von 1,9 Milliarden gehört Schwandorf zu den mittelgroßen Sparkassen in Bayern. Als Partner für Handel, Handwerk, Privatpersonen und Kommunen lebt sie ihr Motto "Aus der Region für die Region" und schafft Vertrauen durch ihren Bezug zur Realwirtschaft. Das schlägt sich auch in der Vermögensbildung nieder: Die Kunden legten letztes Jahr 38 Millionen Euro mehr an, so dass inklusive Lebensversicherungen und Bausparverträgen jetzt rund 2,2 Milliarden Euro an Ersparnissen auf Sparkassen-Konten liegen.

Hilfe in der "Zinsfalle"

Die Berater bemühen sich, den Anlegern aus der "Realzinsfalle" heraus zu helfen. Sie entsteht dadurch, dass festverzinsliche Anlagen weniger einbringen als die Inflationsrate schluckt. Heß betonte: In persönlichen Gesprächen werde versucht, individuelle Lösungen zu finden und der Geldentwertung die Stirn zu bieten. Um dem Zinstief zu entfliehen, würden immer mehr Kunden Wertpapiere auf dem Aktienmarkt kaufen.

Steigende Zahlen kann die Sparkasse mit ihren Verbundpartnern auch beim Bauspargeschäft, bei den Immobilienvermittlungen und bei den Lebensversicherungen vorweisen. Besonders freut sie sich über das Feedback, das ihr Privatkundengeschäft erzielte: Laut externer Befragung würden mittlerweile 89 Prozent (2013: 74 Prozent) den Finanzcheck der Sparkasse weiter empfehlen.

Investition in Nabburg

Zur Stärkung von Betreuung und Service investiert die Sparkasse in die Modernität ihrer Filialen. 2014 war Teublitz an der Reihe, nun kommt Nabburg dran. "Wenn die Planungen zügig voranschreiten, wird ein Baubeginn noch in diesem Jahr möglich", stellte es Bühner in Aussicht, dass sich auf dem erworbenen Hotel-Post-Grundstück ab Herbst was tut.

Einbußen befürchtet

Mit 453 Beschäftigten zählt die Sparkasse zu den größten Arbeitgebern im Kreis. 36 Auszubildende hatte sie zum Jahresende in ihren Reihen. 23,7 Millionen Euro zahlte sie an Gehalt aus, 4,0 Millionen Euro führte sie an Steuern ab. Mit mehr als 250 000 Euro profitierten Sportvereine, Kultureinrichtungen und soziale Initiativen vom Erfolg der Sparkasse.

In einem Ausblick erwartete Vorstandsvorsitzender Werner Heß "eine stetige Geschäftsentwicklung" für das laufende Jahr. Er fügte aber auch an, dass Einbußen wegen der Zinssituation und den weiter steigenden Kosten zu erwarten sind. Dabei müsse man weitere Risikoquellen im Auge behalten, die zumeist in internationalen politischen Spannungsfeldern begründet sind. Ein Beispiel: "Griechenland bleibt eine Zitterpartie."
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