Geschenk noch vor den Ferien

Schulleiter Ralf Bormann und sein Stellvertreter Dr. Michael Völkl zeigten, was entstanden ist: Sie gingen zusammen mit Landrat Thomas Ebeling (von links) und ein paar Kreisräten durch das neue Gebäude.
Lokales
Schwandorf
18.12.2014
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Im ersten Neubauteil für die Berufliche Oberschule läuft der Schulbetrieb. Am Donnerstag erfolgte die förmliche Übergabe des fertigen, für rund 5,9 Millionen Euro erstellten Traktes. Der weitere Umbau des Beruflichen Schulzentrums wird noch viel Geld und Zeit beanspruchen.

Der Termin löste bei Schulleiter Ralf Bormann vorweihnachtliche Freude aus. "Hier ist in kurzer Zeit ein Neubau in angemessenen Qualitäten entstanden", sagte der Oberstudiendirektor im Beisein von Repräsentanten des Landkreises, des Trägers der Schule an der Glätzlstraße. Er dankte ihnen für die zügige Umsetzung von Wünschen.

Bormann betonte aber auch, dass dieser Neubau dringend benötigt wird für die Positionierung der Beruflichen Oberschule (BO) mit FOS und BOS im Landkreis. Hier werde der Nachwuchs für die Wirtschaft, den Motor der Gesellschaft, rekrutiert. Der Komplex beinhaltet in erster Linie Fachräume für Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik), Informatik und Kunsterziehung. Ein Geschoß beinhaltet ferner sechs Klassenzimmer sowie einen Kurs- und einen Ausweichraum. Hier wird seit dieser Woche unterrichtet.

Das Gebäude bilde eine hervorragende Basis für den neuen Zweig, um den sich die Schule bemüht. Der Chef zeigte sich guten Mutes, dass es im zweiten Anlauf gelingen wird, ab dem Schuljahr 2015/16 die Fachrichtung "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie" in Schwandorf zu etablieren. Mit den neuen Räumen lasse sich da durchaus wuchern.

Landrat Thomas Ebeling sah die Zufriedenheit der Schule als größtes Lob an, das der Kreis als Bauherr ernten konnte. Man habe gemeinsam angeschoben, um den ersten Teil in einem vernünftigen Zeitrahmen zu verwirklichen. Doch damit sei nun erst einer von vielen Schritten getan: "Arbeit gibt es noch genug".

"Sie brauchen das Geschenk nicht auszupacken", spielte Marcus Vollmann aus dem Münchener Architekturbüro Krug Grossmann auf den Termin kurz vor Weihnachten an, als er sich im Bio-Chemie-Saal an die Teilnehmer der in schlichter Form vollzogenen Übergabe wandte. Mit dem Fachklassentrakt sei jetzt ein Zeichen gesetzt, das erkennen lässt, wie modern sich die Schule in Zukunft präsentieren wird.

Der Umbau des Beruflichen Schulzentrums stellt die größte Baumaßnahme in der Geschichte des Landkreises dar. Die Realisierung war am 21. März 2013 mit dem ersten Spatenstich eingeleitet worden. Nun ist ein erstes Etappenziel innerhalb des Projektes erreicht worden, das mit seinen Gesamtkosten von rund 33,5 Millionen Euro auf einen Bauzeitraum von ungefähr zehn Jahren ausgerichtet worden war. Der Erweiterung für die Berufliche Oberschule, die jetzt im ersten von zwei Abschnitten abgeschlossen ist, folgt dann noch in zwei Schritten die Sanierung der Berufsschule. Zunächst kommen dabei das Hauptgebäude und der Pausenhof an die Reihe, danach die Werkstätten.
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