Gespannt auf neue Ampel

ADAC-Vorsitzender Ernst Kuttner (links) zeichnete Heidi Wiedmann, Roman Brolich, Hans Reichl und Anton Fleissner (von links) aus. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
19.12.2014
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Nicht jeder Vorschlag vom ADAC-Ortsclub kommt bei den Verkehrsplanern an. Vorsitzender Ernst Kuttner sprach bei der Jahresabschlussfeier einige "Problemstellen" an.

ADAC-Ortsclub-Vorsitzender Ernst Kuttner zeichnete bei der Jahresabschlussfeier am Donnerstag in der Gaststätte Meiler die langjährigen Vorstandsmitglieder Heidi Wiedmann (Finanzen) und Hans Reichl (Schriftwesen) mit der Gaunadel mit Goldkranz aus und würdigte damit die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Verband. Nadel und Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Roman Brolich. Für 40-jährige Treue wurde Anton Fleissner ausgezeichnet.

Bei Fragen zur Verkehrssicherheit sucht die Stadt regelmäßig den Kontakt zum ADAC. Nicht immer finden allerdings die Vorschläge von Ernst Kuttner Gehör. Bei der Augustinstraße hätte er sich eine breitere Einmündung in die Bahnhofstraße gewünscht, "denn so bremsen sich die Links- und Rechtsabbieger gegenseitig aus".

Durch das TWF

Auf Kritik stößt auch die neue Verkehrsregelung am TWF-Gelände. Wer mit dem Auto aus Richtung Süden komme und zum Bahnhof wolle, müsse durch das neue Gewerbegebiet fahren. Auch der Standort der Fußgängerampel und die Trassenführung für Fußgänger und Radfahrer nach der Unterführung geben für Ernst Kuttner Anlass zur Kritik.

Gespannt ist der ADAC-Vorsitzende, wie sich die geplante Ampelregelung in der Wackersdorfer Straße auf den Verkehrsfluss auswirken werde. Bekanntlich will die Stadt den Verkehr an der Einmündung Senefelder Straße und Sandstraße künftig mit Lichtzeichen regeln, um den Passanten an dieser Stelle eine sichere Überquerung zu ermöglichen.

Leise Zweifel

Ernst Kuttner glaubt nicht daran, "dass sich die Schüler an die Ampelschaltung halten werden". Die Stadt will an diesem neuralgischen Punkt die Verkehrsabläufe steuern und 80 000 Euro in eine "große Ampellösung" investieren. Dies beschloss der Verkehrsausschuss. Wer mit seinem Fahrzeug von der Senefelder Straße oder von der Sandstraße in die Wackersdorfer Straße einbiegen möchte, muss zunächst an der Ampel warten und bekommt nach einer gewissen Zeit grünes Licht. Eine in die Fahrbahn eingearbeitete Induktionsschleife leitet den Impuls weiter. Dann schalten die Ampeln in der Wackersdorfer Straße auf "Rot". Nähert sich kein Fahrzeug von der Seite, bleiben diese Ampeln dauerhaft auf "Grün".

Es sei denn, ein Fußgänger möchte die Fahrbahn überqueren. Wenn er den Knopf der Ampel gedrückt hat, bekommt er nach spätestens 63 Sekunden das grüne Signal. Die Stadt hatte im Vorfeld einen Sachverständigen mit der Untersuchung beauftragt. Der Experte kam zu dem Schluss, dass die Ampellösung keinen Rückstau in der Wackersdorfer Straße auslösen werde, denn spätestens 80 Sekunden nach einem Schaltvorgang sei die Kreuzung wieder geräumt.
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