Getränke nur vom Hallen-Wirt

Hans Zimmermann, Thomas Fink und Anton Fleissner (von links) bilden weiter den Vorstand des Stadtverbandes für Sport. Rechts Oberbürgermeister Andreas Feller. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
14.07.2015
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Haben Asylbewerber Versicherungsschutz, wenn sie im Sportverein mittrainieren? Dürfen die Vereine in der Oberpfalzhalle die Bewirtung selber übernehmen? Greift der Mindestlohn im Amateursport? Die Vereinsvertreter hatten bei der Hauptversammlung des Stadtverbandes für Sport eine Menge Fragen.

Vorsitzender Thomas Fink und Oberbürgermeister Andreas Feller versuchten, Antworten zu geben. Vertreter von 40 der 45 im Verband organisierten Sport- und Schützenvereine waren am Montag im Vereinsheim der Eichhornschützen. Einige davon haben bereits Erfahrung mit Asylbewerbern, die regelmäßig am Training teilnehmen.

Schutz ist gegeben

"Kein Problem", versicherte Vorsitzender Thomas Fink. Der Bayerische Landessportverband habe mit der ARAG-Versicherung einen Rahmenvertrag geschlossen, der eine Haftpflicht- und Unfallversicherung für den Trainingsbetrieb beinhalte. Will ein Asylbewerber aber am Mannschaftsbetrieb teilnehmen, müsse er Mitglied werden.

Viele Vereine haben in der Vergangenheit die Oberpfalzhalle gemieden, weil sie die Bewirtung dem Gaststättenpächter überlassen mussten. Mit dem Ende des Mietverhältnisses hofften die Vereine auf eine Besserung. Vergeblich! Die Vorsitzende des SV Haselbach, Sonja Schwab, fragte nach und erfuhr vom Oberbürgermeister: "Die kalten Getränke müssen weiter vom Wirt genommen werden. Die Vereine erhalten aber Sonderpreise". Wie die Vergünstigungen konkret aussehen, konnte der Oberbürgermeister aus dem Stegreif aber nicht sagen.

Beim umstrittenen erweiterten Führungszeugnis für Übungsleiter scheint sich jetzt ein Kompromiss anzubahnen. Wie Vorsitzender Thomas Fink mitteilte, sollen die Vereine an einer zentralen Stelle Auskunft darüber erhalten, "ob gegen einen Trainer oder Betreuer etwas vorliegt". Bisher sollten die Übungsleiter von sich aus das Führungszeugnis vorlegen. Der Mindestlohn greife nur bei geringfügig Beschäftigten und aktiven Sportlern, nicht aber bei Übungsleitern, so eine weitere Information des Vorsitzenden.

Mitgliederzahl konstant

Thomas Fink kündigte für den 30. September um 18 Uhr in der Spitalkirche ein "Treffen zur Sporthallenvergabe" an. Der Stadtverband wird ferner die Vereinsbroschüre neu auflegen und dabei auch die Angebote für Kinder berücksichtigen. Der Verein "Squashland Schwandorf" hat sich aufgelöst, dafür kam der Schwimmclub Schwandorf neu als Mitglied hinzu. Damit bleibt es weiter bei 45 Sport- und Schützenvereinen in der Stadt. SCS-Vorsitzender Benno Larisch stellte den im vergangenen Jahr neu gegründeten Schwimmclub mit mittlerweile 300 Mitgliedern vor.

Der größte Verein ist weiter der Skiclub mit 1318 Mitgliedern, gefolgt vom TSV Schwandorf (1061). Der Sportanglerverein (848) hat den FC Schwandorf vom dritten Rang verdrängt. Der Traditionsverein ist nach dem Verlust der Schwimmabteilung ins Mittelfeld abgerutscht.

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Thomas Fink, sein Stellvertreter Karl Bachl, Kassier Hans Zimmermann und Schriftführer Anton Fleissner im Amt bestätigt.
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