Gießerei sucht Fachkräfte

Fronberg Guss hat ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr hinter sich. Trotz einiger Turbulenzen auf den internationalen Märkten wurde ein Umsatz von etwa 30 Millionen Euro erreicht. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
10.01.2015
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Die Fronberg Guss GmbH hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatz von knapp 30 Millionen Euro abgeschlossen, rund 2 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Es liegt damit innerhalb der erwarteten Bandbreite - trotz heftiger Turbulenzen auf dem internationalen Markt.

"Das Geschäftsergebnis 2014 ist kein Rekordergebnis, aber vor dem Hintergrund angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine für uns immer noch zufriedenstellende und gesunde Jahresbilanz", betont Florian Knippscheer, Geschäftsführer der Fronberg Guss GmbH, in einer Pressemitteilung. Die Gießerei will ihr Personal in diesem Jahr noch ausbauen.

Vor allem die seit Juni 2014 andauernde Ukraine-Krise mit den Folgeerscheinungen des Rubelverfalls und der Ölpreisabsturz stellen für die globale und auch regionale Wirtschaft laut Knippscheer ein enormes Risikopotential dar. Von dieser Entwicklung spürte das Fronberger Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine signifikant negativen Effekte, da die in Kleinserien gegossenen Motorblöcke in erster Linie für die Produktion von Dieselmotoren für russische Lokomotiven oder generell russische Wirtschaftsgüter bestellt wurden.

Portfolio vergrößert

"Dem hohen internationalen Preisdruck kann eine deutsche Gießerei, wie unser Unternehmen innerhalb der Gienanth-Gruppe, nicht nur durch Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität begegnen, sondern vor allem durch einen umfassenden Service für bestehende Kunden und durch professionelle Aquisition von Neukunden", ergänzt Knippscheer. Bei Fronberg Guss beginne der Service bereits häufig während der Entwicklung neuer Produktlinien in enger Abstimmung mit dem Kunden.

Um zukünftig wirtschaftliche Risiken für das internationale Geschäft des Unternehmens noch besser kompensieren zu können, konnten im Geschäftsjahr 2014 Verträge mit neuen, namhaften Motorenbauern abgeschlossen werden. So ist es der Geschäftsleitung des "Eisenwerks" - wie das Unternehmen in der Region heißt - gelungen, zusätzlich zum deutschen und osteuropäischen Markt den nordamerikanischen und teilweise auch den skandinavischen Markt mit neu entwickelten Präzisionsguss-Produkten für große Dieselmotoren zu gewinnen.

Mit dieser neuen Motorengeneration können die für diese Märkte geforderten, immer sensibleren Umweltstandards eingehalten werden. Mit diesen Motoren werden beispielsweise große Fähr- und Transportschiffe oder auch Luxusliner ausgestattet. Knippscheer sagt dazu: "In unsere neuen Geschäfte investieren wir mit Augenmaß, Risiken halten wir sehr begrenzt. Nicht zu investieren ist für uns gerade in angespannten Zeiten keine Option, denn nur so können wir die Grundlage für künftige Erträge legen."

Neue Halle

Im Hinblick auf die Ausweitung des Kundenportfolios wurde am Fronberger Unternehmenssitz eine neue, moderne Werkshalle mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2014 gebaut. Sie wird ab Mitte Januar 2015 in Betrieb genommen. Das neue Gebäude hat in erster Linie die Funktion einer Abkühlhalle für große Guss-Komponenten. Auf diese Weise kann das Unternehmen eine jährliche Gussmenge von bis zu 15 000 Tonnen verarbeiten und so mit steigenden Stückzahlen den sich ständig verändernden Marktbedingungen entgegnen.

Mit dem Hallenneubau und der Produktion neuer zusätzlicher Gussteile ist auch ein positives Arbeitsmarktsignal für Schwandorf verbunden. 20 neue, qualifizierte Mitarbeiter werden eingestellt und bis Mitte 2015 den derzeitigen Mitarbeiterstamm erweitern.
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