"Glück" in vielen Facetten

Dr. Katharina Kiss , Daniele Glasow-Kalischek und Monika Kalischek (von links) widmeten sich in der "Kostbar" dichterischen Vorstellungen zum Thema "Glück". Bild: tie
Lokales
Schwandorf
27.10.2015
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Wie unterschiedlich alles erscheinen kann, was mit dem Begriff "Glück" zu tun hat, boten Daniela von Glasow-Kalischek, Monika Kalischek und Dr. Katharina Kiss dar. Innerhalb der Reihe "Schwandorf liest" trugen die Damen dichterische Vorstellungen von dem, was "Glück" ist vor.

Sie vermittelten damit ihren Zuhörern intensive gedankliche Bereiche dessen, was man alles als Mensch von dem Gefühl des Glücks erwarten kann. Barbara Genzken - Schindler begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste in der "Kostbar" an der Bahnhofstraße.

Nicht zu erzwingen

Gemeinsam war allen Ideen, dass Glücksgefühle immer auch einen gewissen Überraschungsmoment in sich tragen, der die positive Stimmung entstehen und wachsen lässt. Glück kann man nicht herbeiführen, man muss das, was einem widerfährt, als glücklichen Zustand anerkennen und lernen, ihn zu genießen. "Geistiger Stillstand macht schlechte Laune", hieß es.

Diese wichtige Denkregel betrifft demnach die Gedanken, die Glück hervorrufen können, gerade weil es im menschlichen Leben auch jede Menge unerwartetes Unglück geben kann. Dann mit Umständen zu hadern, die sich nicht oder nur schwer ändern lassen, verhindere den Blick vorwärts auf Situationen, die abmildern und sogar erfreuen können. "Wunschlos glücklich" sein heißt dann, Freude am Leben zu haben und etwaige Unglücksmomente bewusst überwinden zu lernen. Überbetonung einer Eigenschaft beeinträchtigt dieses Gefühl: Wer immer Erfolg haben will, den bedrückt ein Misserfolg mehr als den, der weiß, dass die Entscheidungen, die man im Leben treffen muss, manchmal erst später in eine richtige oder falsche Handlungsweise münden.

Unglück und Selbstsucht

Und eine weitere Aussage schloss sich an: "Glücklich ist der, der sich am wenigsten mit sich selbst beschäftigt. Unglück führt zu selbstsüchtigem Verhalten". Wer sich auf sich selbst beruft, ist näher am Glück als der, welcher sich dauernd bemüht, es allen recht zu machen. Das deute wiederum auf den am Anfang geäußerten Überraschungsmoment hin. Man kann also einem anderen nur Glück "wünschen" in Hinblick darauf, dass erlebtes Glück keine Wünsche mehr benötigt.

Woher die vorgetragenen Texte stammten, wurde leider nicht allzu oft gesagt: Aber auch die anonymen Aussagen über das Glück verfehlten ihre Wirkung auf die schwer beeindruckten Zuhörer nicht. Auf diese Art und Weise kann Schwandorf gerne weiterlesen.
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