Große Mehrheit für Amtsinhaber

Lokales
Schwandorf
22.06.2015
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Die CSU setzt auf Alexander Flierl: Mit 133 von 150 Stimmen bestätigten ihn die Delegierten als Kreisvorsitzenden. Zuvor hatte er auf ein erfolgreiches Jahr für die CSU zurückgeblickt - aber auch von Herausforderungen für die Partei und den Landkreis gesprochen.

Ein zentrales Thema seines Berichts bei der Kreisversammlung der CSU gestern in Schwandorf-Klardorf war die Asylpolitik. Für Flierl war klar, dass Bayern und Deutschland in dieser Frage aufgrund der Vergangenheit eine besondere Verantwortung und Verpflichtung tragen würden. Allerdings müsse man auch sehen, dass die Zahl der Asylbewerber stetig steigt. Heuer werden in Deutschland seinen Worten zufolge bis zu 400 000 erwartet, im Jahr 2016 eventuell doppelt so viele. "Es stellt uns vor große Herausforderungen, dass wir diejenigen, die Schutz und Hilfe brauchen, human unterbringen", unterstrich der Landtagsabgeordnete und hob die große Welle der Solidarität im Landkreis gegenüber den Flüchtlingen hervor. Für Flierl war aber auch klar: "Wir müssen dem Missbrauch vorbeugen und den Schleuserbanden Einhalt gebieten". Seltsam sei es auch, wenn im Landkreis Schwandorf mehr Asylbewerber untergebracht seien als in der gesamten Tschechischen Republik. "Es ist höchste Zeit, dass in Europa etwas geändert wird", schlussfolgerte der Redner daraus.

Erfolgreiches Wahljahr

Generell blickte der Kreisvorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht auf erfolgreiche Jahre für die Christsozialen zurück: Nicht nur sei es der CSU gelungen, erstmals in der Kreis-Geschichte den Landratssessel zu erobern, auch bei den weiteren Urnengängen auf Bezirks-, Landes-, Bundes- und Europaebene hätte die Partei hervorragende Ergebnisse eingefahren.

So sei der Kreis zum Beispiel mit zwei Abgeordneten im Landtag vertreten. Dr. Thomas Brandl habe das Rennen um das Bezirkstags-Direktmandat für sich entschieden und Bettina Lohbauer das zweitbeste Listenergebnis eingefahren. Landrat Thomas Ebeling attestierte der Sprecher: "Deine Handschrift spürt man schon nach etwas über einem Jahr als Landrat". Ebeling habe Probleme sofort aufgegriffen und den Kreis auf einen guten Weg gebracht.

Um den Freistaat und den ländlichen Raum stark zu halten, war es für Flierl wichtig, die Herausforderungen der Zukunft anzupacken - ohne dabei aber die Identität, Traditionen und Werte aufzugeben. Die CSU halte dabei ihre Zusagen auf allen Ebenen ein. Thema Finanzen: Bis zum Jahr 2030 sei Bayern schuldenfrei, tilge derzeit 15,90 Euro in der Sekunde. "Wir wollen Handlungsräume schaffen für künftige Generationen und ihnen keine Schulden hinterlassen, sondern Chancen vererben", betonte Flierl.

Einstimmig entlasteten die Delegierten den Kreisvorstand, bevor die Neuwahlen auf der Tagesordnung standen. Grußworte sprachen Landrat Thomas Ebeling und Bezirksrat Dr. Thomas Brandl (weiterer Bericht folgt).
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