Gründungsversammlung des Zweckverbands Thermische Klärschlammentsorgung
OB Feller soll ZTKS führen

Der Kreisvorsitzende des Gemeindetags, Neunburgs Bürgermeister Martin Birner, sowie Landrat und ZMS-Vorsitzender Thomas Ebeling (von links) setzten ihre Unterschriften unter die Satzung. Schwarzachs Bürgermeister Alois Böhm (rechts) hatte einen Großteil der Organisation zur Gründung des ZTKS übernommen. Bild: Hösamer
Lokales
Schwandorf
01.10.2015
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Der Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) ist gegründet. Die Bürgermeister und Verbandsvorsitzenden der beteiligten Kommunen und Abwasserverbände setzten am Mittwoch im Landratsamt ihre Unterschriften unter die Satzung. Nach NT-Informationen soll in der konstituierenden Sitzung Schwandorfs OB Andreas Feller zum Vorsitzenden gewählt werden.

Im Landkreis hat nur Trausnitz einen Beitritt abgelehnt. Burglengenfeld, Schönsee, Weiding und Stadlern haben noch nicht entschieden und können später noch beitreten. Alle weiteren Kreis-Kommunen sind dabei. Dazu kommen noch die Stadt Regensburg, der Markt Kallmünz und der Abwasserzweckverband Altenstadt, Neustadt/Waldnaab und Störnstein. Außerdem ist der Zweckverband Müllverwertung (ZMS) dabei. Der ZTKS wird auf dem Gelände des Müllkraftwerks eine Trocknungsanlage bauen, die der ZMS betreibt. Nach den Worten des ZMS-Vorsitzenden Landrat Thomas Ebeling wäre dort Platz und Energie für eine Anlage mit einer Kapazität von 45 000 Tonnen. Aus dem Landkreis Schwandorf dürften nach entsprechenden Untersuchungen maximal 13 000 Tonnen stammen. Der getrocknete Schlamm soll im Zementwerk Burglengenfeld verbrannt werden.

Landrat Ebeling nannte die Zusammenarbeit der Kommunen "beispielhaft". Hintergrund der gemeinsamen Entsorgungspläne der Kommunen ist, dass die Ausbringung von Klärschlamm als Dünger immer strenger reglementiert wird. Andere Entsorgungswege sind rar und teuer. Deshalb gibt es auch reges Interesse etwa aus Landshut, dem ZTKS beizutreten. Für die Aufnahme weiterer Mitglieder ist laut Satzung eine Zwei-Drittel-Mehrheit in der Verbandsversammlung notwendig. Dort hat jede Kommune und jeder Verband eine Stimme. Bürgermeister Karl Bley (Zweckverband Sulzbachtal) schlug vor, das Wort "thermisch" aus dem Verbandsnamen zu streichen, um den Verband nicht auf eine Entsorgungs-Schiene festzulegen. Darüber wird die Verbandsversammlung entscheiden. Nun ist die Regierung der Oberpfalz am Zug. Mit der Veröffentlichung der Satzung im Amtsblatt (wahrscheinlich am 15. Oktober) beginnt das formale Dasein des ZTKS. Die konstituierende Sitzung wird aus rechtlichen Gründen nicht vor 1. November stattfinden.
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