Grüne: Stromtrassen dürfen Atomausstieg nicht gefährden
Ohr an Basis legen

Lokales
Schwandorf
30.09.2015
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Die Debatte um die Gleichstromtrassen könnte für die Grünen zur Zerreißprobe werden. Pro Atomausstieg und contra Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen (HGÜ) - der Konflikt führt zu internen Auseinandersetzungen. Bei der Kreiskonferenz am Freitag im Gasthaus Baier suchten die Mitglieder nach Lösungen.

"Wir dürfen den Atomausstieg nicht gefährden", betonte die Schwandorfer Ortsvorsitzende Marion Juniec-Möller. Die Partei müsse deshalb zu Kompromissen bereit sein. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Rudi Sommer, plädiert für eine dezentrale Versorgung und sieht in den HGÜ-Leitungen nur die zweitbeste Lösung. Kreisvorsitzender Reinhold Schmalzbauer wünscht sich "bei diesem strittigen Thema" einen Basisentscheid.

Die Grünen diskutierten auch die Flüchtlingssituation. Rudi Sommer verlangte ein transparentes Einwanderungsgesetz, das eine unbürokratische Einreise ermögliche. Deutschland brauche mehr Einwanderung, um den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen.

Bei der Bundesdelegiertenkonferenz wird Rudi Sommer den Kreisverband der Grünen vertreten. An der Landesversammlung nehmen Marion Juniec-Möller, Tina Winklmann und Reinhold Schmalzbauer teil. Delegierte bei der Bezirksversammlung sind Elisabeth Bauer, Marion Juniec-Möller und Rudi Sommer. Zum "kleinen Parteitag" fährt Marion Juniec-Möller.
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