Grundschulen durchlaufen Pilotprojekt eines Schwandorfers - Kompetenzen entwickeln und stärken
Zweisprachiger Unterricht im Test

Lokales
Schwandorf
27.06.2015
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Die Intention klingt vielversprechend. Das Pilotprojekt eines Schwandorfers für Grundschulen könnte zum Erfolg führen. Die Testphase der sprachlichen Kompetenzerweiterung an den Grundschulen macht neugierig.

Ab dem kommenden Schuljahr erproben bayernweit 20 Grundschulen für vier Jahre das Lernen in zwei Sprachen ab der ersten Klasse. Als einzige im Landkreis Schwandorf wurde dafür die Hans-Scholl-Grundschule Burglengenfeld ausgewählt. Federführend bei dem Pilotprojekt ist der gebürtige Schwandorfer Dr. Josef Meier, Dozent für Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der Universität Augsburg. Das Projekt "Bilingualer Unterricht in den Fächern Musik, Kunst und Sport" startete vor acht Jahren an der St.-Anna-Volksschule in Augsburg. Dr. Josef Meier übernahm die wissenschaftliche Begleitung. Weil das Kultusministerium von der Effizienz dieses Pilotprojekts überzeugt war, erfolgte 2012 die Genehmigung als feste Einrichtung an der St.-Anna-Schule in Augsburg.

Stressfrei lernen

Nun soll der Schulversuch bayernweit ausgeweitet werden. 20 Modellschulen, in der Oberpfalz sind dies die Hans-Scholl-Grundschule in Burglengenfeld und die Grundschule Großberg (Landkreis Regensburg), erproben für vier Jahre das Lernen in zwei Sprachen (Deutsch/Englisch) für Kinder, deren Eltern dies wünschen. Der Unterricht findet in den musischen Fächern sowie an geeigneter Stelle auch in anderen Fächern des grundlegenden Unterrichts in englischer Sprache statt und wird von Lehrkräften unterrichtet, die Englisch an der Universität studiert haben und sich fortlaufend weiterqualifizieren.

Der gebürtige Schwandorfer Dr. Josef Meier hat vor 20 Jahren das "Institut für Bewusstseinsschulung und Mentaltraining" gegründet mit dem Ziel, den Menschen zu "emotionaler Stabilität in allen Lebenslagen" zu verhelfen. Der Dozent an der Universität Augsburg entwickelte für Schüler und Studenten Methoden, "die sie zu stressfreiem Lernen und zur Mobilisierung ihrer geistigen Ressourcen befähigen". Zum Programm des Mentaltrainings gehören Übungen zur körperlichen und geistigen Entspannung, zur Atemtechnik und zur Konzentration, zum Visualisieren von Lerninhalten, zur Autosuggestion und zum Lernen mit Musik und in der Bewegung. "Übungen zur Stressprävention müssen in die Lehrpläne und in die Lehrerausbildung einfließen", fordert Dr. Meier.

Er denkt über den Tellerrand der Schule hinaus und möchte mit Hilfe von Ärzten, Psychologen und Wissenschaftlern mentale Trainingsübungen für ein lebenslanges Lernen aufbereiten.
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