Grundstück an der Egelseer Straße im Gespräch - Antrag liegt noch nicht vor - Notunterkunft ...
Neue Gemeinschaftsunterkunft geplant

Lokales
Schwandorf
06.10.2015
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Die ehemalige Produktionshalle von MeillerGHP an der Ecke Industrie-/Gutenbergstraße kann zu einer Notunterkunft für bis zu 300, in Notfällen bis zu 500 Flüchtlinge umgebaut werden.

Wie am Dienstag im Bauausschuss bekannt wurde, gibt es außerdem Pläne für eine Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 200 Asylbewerber an der Egelseer Straße auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Wollenschläger. Ein Antrag liegt zwar noch nicht vor, allerdings signalisierte der Bauausschuss schon vorab Wohlwollen.

Das Grundstück an der Egelseer Straße gehört der Firma Buchbinder. Wie Maximilian Fritsch vom Bauordnungsamt erläuterte, werden die entsprechenden Vorschriften auf dem Gelände einzuhalten sein. Freilich kann in die genaue Prüfung erst eingestiegen werden, wenn der Bauantrag samt Unterlagen vorliegt. Dann erfolgt auch die Beteiligung der Nachbarn.

Eine Reihe von Zuhörern aus der Nachbarschaft verfolgte die Sitzung. Sie waren durch ein Flugblatt auf das Vorhaben aufmerksam gemacht worden, das am Montag unter anderem an einem Spielplatz ausgehängt und in Postkästen gesteckt wurde. Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) stellte erneut klar, dass die Stadt verhindern will, im Notfall bei der Zuweisung von Flüchtlingen beispielsweise Turnhallen sperren zu müssen. Außerdem gebe es diverse Interessenten, die Gemeinschaftsunterkünfte in der Stadt errichten wollen. "Wir werden durchs Stadtgebiet getrieben", sagte Feller. Die Fraktionen, namentlich Franz Radlinger für die CSU, Max Schuierer für die SPD, Alfred Damm (ÖDP/Auge), Ferdi Eraslan (FW) und Dr. Jochen Glamsch (UW) befürworteten einerseits einstimmig die Genehmigung für die Meiller-Halle, und signalisierten andererseits Wohlwollen für die Unterkunft an der Egelseer Straße.

Auf Anfrage von Alfred Damm stellte OB Feller klar, dass es keine Garantie geben könne, ob weitere Unterkünfte in Schwandorf notwendig sind oder nicht. Eine Art "Quotenregelung" gibt es nicht. Er legte Wert auf die Unterscheidung zwischen der Notunterkunft, die auch nur teilweise belegt sein könnte, und einer dauerhaften Wohnung für Flüchtlinge in einer Gemeinschaftsunterkunft wie in Dachelhofen. Im Übrigen gebe es weder in Dachelhofen noch sonst wo in der Stadt, wo Flüchtlinge untergebracht sind, irgendwelche Probleme. "Wir müssen für eine geregelte Unterkunft sorgen, bekräftigte der OB. Zeltstädte oder Containersiedlungen sind für Feller keine Lösung, zumal der Winter vor der Tür steht.
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