Günstiger in die Domstadt

Mit dem RVV-Ticket von Wernberg-Köblitz oder Bodenwöhr bis nach Regensburg: Das ist ab dem 1. April kommenden Jahres möglich. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
16.11.2015
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Ab dem kommenden Frühjahr wird das Gebiet des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV) bis Wernberg-Köblitz im Landkreis-Norden und Bodenwöhr im Osten ausgeweitet. Das beschloss der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) gestern. Dies soll aber nur der erste Schritt sein.

Mit dem RVV-Ticket vom Landkreis-Norden, beziehungsweise-Osten mit dem Zug bis nach Regensburg reisen: Das ist ab dem 1. April kommenden Jahres möglich. Damit gilt auch das Semesterticket für junge Menschen, die in der Domstadt studieren, zwischen Wernberg-Köblitz oder Bodenwöhr und Regensburg. Den entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) bei seiner Sitzung gestern am Landratsamt einstimmig.

Bislang reicht das Tarifgebiet des RVV bis Schwandorf. Wer aus dem nördlichen Teil des Landkreises per Zug nach Regensburg möchte, muss - will er den RVV nutzen - derzeit zwei Tickets lösen, eines bis Schwandorf und eines von der Großen Kreisstadt bis in die Domstadt. Das ist bald Geschichte. Landrat Thomas Ebeling erinnerte an zahlreiche Anfragen wegen der Erweiterung des Gebietes und positiv verlaufende Gespräche mit dem Regensburger Verkehrsverbund. Wie von dort zu vernehmen war, müsste der Landkreis ein jährliches Defizit zwischen 80 000 bis 140 000 Euro für die Ausweitung des RVV-Angebotes auf der Schiene schultern.

Der Landrat würde in einem weiteren Schritt die Anbindung der Stadt Weiden an das RVV-Gebiet begrüßen. Hierzu ist aber auch die Zustimmung der entsprechenden Gremien der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN nötig.

Quer durch alle Fraktionen herrschte Zustimmung, das RVV-Gebiet im Landkreis zu erweitern. Maria Baumer (CSU) bezeichnete diese Maßnahme zum Beispiel als richtigen Schritt, um eine annähernde Gleichheit aller Bevölkerungsteile im Landkreis zu erreichen. Auch für Ulrike Roidl (SPD) bedeutete dieser Schritt eine Erleichterung für die Menschen im Norden und Osten des Landkreises. Wichtig, hob die Sprecherin hervor, wäre es auch, die Stadt Weiden an den Verkehrsverbund anzuschließen. Jürgen Neuber (FW) sah in der Ausweitung des RVV-Gebietes eine sehr sinnvolle Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs, die auch eine Reduzierung des Autoverkehrs mit sich bringe.
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