Hauptleitung an der Garrstraße offenbar bei Bauarbeiten beschädigt - Gefahrenbereich weiträumig ...
Gasalarm: Großeinsatz in der Innenstadt

Feuerwehrleute unter Atemschutz verlegten eine Absaugschlauch, um das Gas aus der Baugrube zu pumpen. Bilder: Hösamer (2)
Lokales
Schwandorf
20.08.2015
8
0
Gasalarm in der Innenstadt: Vermutlich bei Bauarbeiten an der Fernwärmeversorgung wurde am Donnerstag gegen 16.30 Uhr an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Garrstraße eine Hauptgasleitung beschädigt. Passanten setzten offenbar aus dem benachbarten Kaufhaus Frey einen Notruf ab, Polizei und Feuerwehr rückten an und sperrten die Umgebung weiträumig ab. Anlieger wurden angewiesen, keine Elektrogeräte zu betreiben, keine Lichtschalter zu betätigen und nicht zu rauchen. Die Feuerwehren aus Schwandorf, Teublitz und Schwarzenfeld und Sanitäter waren im Einsatz. Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz stiegen in die enge Baugrube.

Die Polizei, die auch Verstärkung aus Amberg angefordert hatte, musste zunächst Passanten aus dem Bereich zwischen dem Wendelinplatz und Adenauerbrücke lotsen und dann mit teils deutlichen Worten einige Uneinsichtige davon abhalten, den deutlich abgesperrten Gefahrenbereich zu betreten.

Der unmittelbare Gefahrenbereich wurde abgeriegelt, mit Messgeräten die Gaskonzentration in der Umgebung festgestellt. Feuerwehrleute mit Schaumlöschgerät sicherten die Kameraden ab. Mitarbeiter des Gasversorgers schlossen die Schieber rund um das Leck. Eine dieser Verriegelungen machte offenbar Probleme, denn es dauerte rund eine Stunde, bis endgültig kein Gas mehr aus der Leitung drang. Die Feuerwehr verlegte schließlich einen dicken Faltschlauch in die Baugrube, um das Gas abzupumpen. Der Geruch war noch in 50 Metern Entfernung deutlich wahrzunehmen. Dem an sich geruchlosen Erdgas ist aus Sicherheitsgründen ein Stoff beigemischt, der Menschen sofort in die Nase steigt. Möglicherweise schrammte die Stadt knapp an einer Katastrophe vorbei. Nach unbestätigten Berichten wollten die Arbeiter an der neuen Fernwärmeleitung gerade damit beginnen, die Isolierung um die Wärmerohre mit einer offenen Flamme zu bearbeiten, als der Gasgeruch auffiel.

Die Warnung vor dem Gasaustritt war auch gegen 19 Uhr noch nicht aufgehoben. Die Leitung war zu diesem Zeitpunkt zwar abgestellt, die Einsatzkräfte wollten aber ganz sicher gehen. Ein Polizeibeamter vor Ort erläuterte, dass an einem T-Stück der etwa 63 Millimeter starken Leitung ein etwa handtellergroßes Stück regelrecht abgeschert sei. Wie das passieren konnte, ist noch völlig unklar. Die beteiligten Arbeiter müssen erst vernommen werden. (Seite 6)

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/gasunfall
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.