Hausbesitzer müssen an Pflichten denken - Verein informiert viele Interessenten
Vermieten alleine genügt nicht

Vorsitzender Christoph Bauer (links) und Rechtsanwalt Manfred Nikui (rechts) informierten die Mitglieder des "Haus- und Grundbesitzervereins Schwandorf e.V" über neue Gesetze und Vorschriften. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
13.11.2015
4
0
Meldegesetz, Trinkwasserverordnung, Energiepass, Rauchmelderpflicht: Der Gesetzgeber macht den Vermietern neue Auflagen. Den Weg durch den Vorschriftendschungel weist der "Haus- und Grundbesitzerverein Schwandorf e.V." seinen 1044 Mitgliedern im Landkreis.

Die große Interesse an der Hauptversammlung am Mittwoch im Schützenheim wertete Vorsitzender Christoph Bauer als Beweis für "den hohen Informationsbedarf der Hauseigentümer". Der Versicherungsfachwirt aus Teublitz steht seit 16 Jahren an der Spitze des Vereins und führte im vergangenen Jahr zusammen mit seinen Mitarbeitern 950 Beratungsgespräche. Dabei ging es um Mietverträge, Selbstauskunft, Kündigung und Modernisierung.

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Landkreis nennt Christoph Bauer "zufriedenstellend". Das Interesse an bezahlbarem Wohnraum sei ungebrochen. "Wer eine Mietwohnung gefunden hat, will dort in der Regel auch langfristig bleiben", weiß der Vereinsvorsitzende. Die Fluktuation sei gering. Ärger mit "Mietnomaden" gebe es kaum.

Vorschriften erfüllen

Der Justiziar von "Haus & Grund Bayern", Rechtsanwalt Manfred Nikui, informierte die über 120 Mitglieder im Saal über das neue Meldegesetz, das am 1. November 2015 in Kraft trat. Es verpflichtet den Wohnungsinhaber, dem Mieter beim Einzug eine Meldebescheinigung auszustellen. Dieses Formular legt der Mieter dem Einwohnermeldeamt vor. "Wer gegen diese Vorschrift verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen", sagte der Jurist. Mit bis zu 50 000 Euro könne bestraft werden, wer falsche Angaben mache. Dem Vermieter bleibe zwei Wochen Zeit, um seiner Verpflichtung nachzukommen.

Der Gesetzgeber verpflichtet den Vermieter ferner zur Vorlage des Energiepasses. Der Mieter habe das Recht, etwas über den energetischen Zustand des Hauses zu erfahren. Schließlich müsse der Vermieter neue Mess- und Eichgeräte nach dem Einbau prüfen lassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.